Bockbierfest in Erlheim
Perfekt: Bock und der Bäff

Ein Prosit auf eine erfolgreiche Bockbiersaison (von links): Bürgermeister Franz Mädler, Gemeinderat Georg Bauer, Brauer Fred Gaisbauer, Zeremonienmeister Michael Buchge, Wirtin Judith Erras, Anzapfer Harald Schwartz und Stimmungskanone Bäff. Bild: usc
Vermischtes
Ursensollen
23.02.2016
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Ein bisschen aufgeregt war er schon vor seinem ersten öffentlichen Anzapfen. Doch Landtagsabgeordneter Harald Schwartz machte am Samstagabend im Erlhof eine gute Figur am Holzfass mit dem 2016er Errator-Zoigl-Bock.

Erlheim. Dass Humorist Bäff angekündigt war, tat neben der Neugier auf das neue Starkbier das Ihre, dass in der Erlheimer Gastwirtschaft auch der letzte Platz besetzt war. Die Roum Boum aus Kastl legten mächtig los mit Diatonischer und Bariton-Horn. Zeremonienmeister Michael Buchge übernahm für den in der Küche gestressten Hausherrn Manfred Erras die Anmoderation und führte eloquent durch den Abend.

Ohne Spritzer


Nach zwei spritzerlosen Schlägen von Harald Schwartz saß der Zapfhahn fest im Spundloch. Allerdings nicht tief genug, so dass der Chef des Hausbrauerei, Fred Gaisbauer, noch ein paar Schläge folgen ließ. Dann schäumte der dunkle Doppelbock in die Halbe-Gläser. Ihn hatte Gaisbauer im Dezember eingebraut. 18,4 Prozent Stammwürze verpasste er dem beliebten Fastengetränk, was einem Alkoholgehalt von 7,5 Prozent entspricht. Den Sud hat er so berechnet, dass der Doppelbock bis Ostern im Erlhof ausgeschenkt werden kann.

Gaisbauer, der als Brauer in seiner aktiven Zeit viel herumgekommen und reich an Erfahrung im Sudhaus ist, war 2009 maßgeblich am Aufbau der Laurenzi-Brauerei beteiligt. Zusätzliches technisches Wissen steuerte Georg Bauer bei. Das rein naturbelassene und unfiltrierte Laurenzi-Zoigl hell hatte im September 2009 Premiere. In diesem Jahr schenkte Erras erstmals Doppelbock aus.

Für Zeremonienmeister Buchge aus dem Frankenland war dieses Starkbier ein gelungener Beitrag zum Jubiläum "500 Jahre bayerisches Reinheitsgebot". Das kam offenbar auch bei den Gästen sehr gut an: Die Bedienungen waren an diesem Abend bis ans Limit gefordert.

Dass der Wirt mit der Verpflichtung von Bäff einen Glücksgriff getan hatte, war allen Gästen klar, die den Witzeerzähler und Gstanzlsänger aus der Gegend von Roding schon einmal erlebt hatten. Maßgeschneidertes Derblecken widmete er natürlich nicht nur Bürgermeister Franz Mädler und Alt-Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer, sondern auch Pfarrer Dr. Konrad Willi aus Ursensollen und dessen Gast aus Peru, Juan Goicochea. Mit ihm hatte er die Abendmesse vor dem Besuch des Starkbierfests zelebriert.

Juan Goicochea, der Gast aus der peruanischen Hauptstadt Lima, hatte seine Freude an der prächtigen Stimmung im Saal beim Erlheimer Bockbierfest und hielt alles mit seinem I-Phone fest. Sprachliche Barrieren gab es nicht, hatte der Priester aus Peru doch in Wien studiert. Nur wenn der Bäff zu tief in die Oberpfälzer Mundart einstieg, mussten die einheimischen Tischnachbarn sprachlich helfend eingreifen.

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