Experten informieren über Stromspar-Check
Vor dem Sparen den Verbrauch klären

Zahlreiche Mitglieder des Frauenbunds und der Feuerwehr interessierten sich für die Informationen zur Energieeinsparung der ZEN-Mitarbeiter in der Burgschänke in Heimhof. Bild: sön
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Ursensollen
02.03.2016
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Heimhof. "Am billigsten ist die Energie, die sie nicht verbrauchen", stellte Geschäftsführer Gerhard Kopf die Philosophie des Ensdorfer Zentrums für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) in der Burgschänke in Heimhof vor: Energie ohne Komfortverlust weniger zu verbrauchen, also besser zu nutzen, aber auch anders zu erzeugen - dazu wolle das ZEN anregen. Das geschah insbesondere auch auf Anregung des örtlichen Frauenbunds und der Feuerwehr mit der Vorstellung des Stromspar-Check plus durch Projektleiter Karl-Heinz-Hofbauer.

"Wir müssen handeln"


"Wir müssen handeln, um unseren Nachkommen eine lebenswerte Umwelt zu hinterlassen", betonte Geschäftsführer Kopf. Denn nicht nur die Preise für Energie würden steigen, auch die fossilen Rohstoffe würden zunehmend knapper: "Jedem einzelnen von uns ist deshalb die Aufgabe gestellt, entsprechend zu reagieren und zu agieren." Dazu stellte Kopf die Arbeit des ZEN und dessen Projekte vor. "Langfristig gesehen führt der Stromspar-Check zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen in Höhe von 180 000 Tonnen", unterstrich Projektsleiter Karl-Heinz Hofbauer. Zudem erhielten Langzeitarbeitslose als Stromsparhelfer die Chance, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Regionale Partner seien neben den Jobcentern die Landkreise Schwandorf und Amberg-Sulzbach, die Tafeln, die Caritas Amberg-Sulzbach, die Sparkasse Amberg-Sulzbach und die Raiffeisenbank Unteres Vilstal. Detailliert schilderte der Projektleiter den Ablauf des Checks von der Terminvereinbarung über die Bestandsaufnahme der Geräte bis zur Erstellung eines individuellen Energiespar-Fahrplans. Beim Zweitbesuch erhielten einkommensschwache Haushalte dann Utensilien wie Energiesparlampen, Steckdosenleisten oder Strahlregler.

Eigenen Verbrauch kennen


Seit Dezember 2013 bietet das ZEN diese Beratung allen Haushalten für 49 Euro an. "Bevor man zur Energieeinsparung schreitet, sollte man erst einmal wissen, wie viel man denn wovon verbraucht", machte Hofbauer klar. In der anschließenden, regen Diskussion wurden auch E-Mobilität, Heizung, Photovoltaik und Speichermöglichkeiten angesprochen.

KlimaschutzbeitragDas Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz fördere die Aktion Stromspar-Check plus, informierte Projektleiter Karl-Heinz Hofbauer. Er sieht es als seine Aufgabe, "die Energiewende zu unterstützen und voranzutreiben". Ziel des kostenlosen Angebots sei es, den Stromverbrauch in einkommensschwachen Haushalten zu verringern und damit die Kostenbelastung zu reduzieren. Dies sei ein wichtiger und beachtlicher Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. (sön)
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