Feuerwehr Hohenkemnath hat Jahr mit vielen Einsätzen hinter sich
2015 gefordert wie nie

Vorsitzender Christian Wenkmann blickte auf sein erstes Jahr an der Spitze des Vereins zurück.
Vermischtes
Ursensollen
13.01.2016
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Christoph Staudte skizzierte das Einsatzgeschehen in seinem ersten Jahr als Kommandant. Bilder: brü (2)

Dass bei der Feuerwehr Hohenkemnath alles passt, ein harmonisches Miteinander herrscht, das zeigte sich bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Niebler. Nach nur knapp über einer Stunde waren die neun Punkte der Tagesordnung abgearbeitet, das Vereinsjahr beleuchtet und der Vorstand entlastet.

Hohenkemnath. Im Mittelpunkt standen zunächst Christian Wenkmann und der Bericht über sein erstes Jahr als Vorsitzender des Vereins. Neben den zwei durch die Wehr besuchten Feuerwehrfesten im vergangenen Jahr beteiligte man sich am Florianstag in Haselmühl, besuchte den Patenverein Gailoh und agierte selbst als Ausrichter des Johannisfeuers sowie des Preisschafkopfes auf der Hohenkemnather Kirchweih.

Nadler Ehrenkommandant


Höhepunkt war nach Wenkmanns Worten jedoch der Kameradschaftsabend im März. Die Verabschiedung der drei verdienten Mitglieder Jürgen Leißl (langjähriger Vorsitzender), Andreas Reindl (lange Kassier) und Herrmann Nadler mit gleichzeitiger Ernennung Nadlers zum Ehrenkommandanten stach dabei besonders heraus.

Erfreut zeigte sich Wenkmann über die Mitgliederentwicklung im Verein. Einem Austritt stünden drei Neuzugänge gegenüber. Ebenso erfreulich war der erste Kassenbericht von Michael Englhard. Mit einem dreistelligen Gewinn habe das finanzielle Polster der Wehr aufgestockt werden können, hob er hervor.

Gleichbleibend dagegen ist der Stand bei der Jugendfeuerwehr. Die derzeit 14 jungen Leute in der Gruppe zeigten sich 2015 wieder sehr aktiv. Auf dem Programm standen unter anderem die Teilnahme am Bundeswettkampf, die Abnahme der Leistungsprüfung und der Wissenstest. Alles sei erfolgreich gemeistert worden, hieß es.

Die Basis hierfür bildeten die alle zwei Wochen stattfindenden Übungen, die von den Jugendlichen sehr gut angenommen werden, wie Jugendwart Andreas Dötterl betonte.

Autos ein Problem


Angewachsen ist der Kilometerstand der beiden Einsatzfahrzeuge. Laut Gerätewart Josef Kugler wurden sie im vergangenen Jahr insgesamt 6918 Kilometer bewegt. Ein Motorschaden setzte das Mehrzweckfahrzeug für eineinhalb Monate außer Gefecht. Auch das Löschfahrzeug bereitet Kugler Sorgen. Das LF 8 sei wegen technischer Defekte mehrere Wochen in der Werkstatt gewesen. Eine Reparatur werde immer schwieriger, da es immer weniger Original-Ersatzteile gebe.

Das einsatzstärkste Jahr in der Feuerwehr-Geschichte1017 Einsatzstunden - eine stolze Bilanz für die Feuerwehr Hohenkemnath. Das unterstrich auch Kommandant Christoph Staudte in seinem Bericht. Ein arbeitsreicheres Jahr habe es in der Geschichte der Wehr bisher nicht gegeben.

Staudte verglich 2015 mit 2014, als es auch schon jede Menge zu tun gab. Bei 37 Einsätzen seien 788 Stunden geleistet worden. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Einsätze sogar auf 55 angestiegen. Unter anderem wurde die FFW zu zwölf Bränden gerufen.

Großes Augenmerk wurde Staudte zufolge auf die Digitalfunk-Ausbildung gelegt, nachdem die beiden Fahrzeuge nun mit den neuen Geräten ausgestattet sind.

Der Funkverkehr zwischen den Autos und der Leitstelle in Amberg laufe vorerst aber noch ausschließlich analog. Als voraussichtlicher Termin für die Umstellung habe der Landkreis den 1. März genannt.

Staudte nahm schließlich noch drei Beförderungen vor. Pascal Dzalakowski ernannte er zum Feuerwehrmann. Andreas Dötterl und Fabian Schildbach absolvierten im vergangenen Jahr erfolgreich den Lehrgang zum Gruppenführer. Lohn für dieses Engagement ist die Beförderung zum Löschmeister.

Einige Zahlen zur Feuerwehr in Hohenkemnath: Der Verein hatte zum 31. Dezember vergangenen Jahres genau 156 Mitglieder. Er kann auf 81 Aktive bauen, darunter zwei Frauen und 14 Jugendliche. Es gibt zehn Ehrenmitglieder und drei Ehrenkommandanten. (brü)
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