Feuerwehr Ursensollen blickt optimistisch in die Zukunft
Neues Fahrzeug zum Greifen nah

Vermischtes
Ursensollen
07.03.2016
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Arbeitstechnisch fast in Vollbeschäftigung, kulturell fest eingebunden und dabei finanziell äußerst erfolgreich - so lässt sich die Jahresbilanz der Feuerwehr Ursensollen zusammenfassen, wie sie bei der Hauptversammlung zu hören war.

Im Gasthof Reif nannte Vorsitzender Markus Dehling im Einvernehmen mit Kassier Simon Streher die Vituskirwa als einen der Höhepunkte der Vereinstätigkeiten. Zusammen mit den Reservisten und der neuen Kirwaverein-Führung ausgerichtet, habe dieses Fest wieder Hunderte Gäste nach Ursensollen gelockt.

Sehr engagiert


Finanziell rentiert haben sich laut Streher aber auch andere Veranstaltungen. Die Feuerwehr Ursensollen, der 369 Mitglieder angehören, davon 65 Aktive, habe so im vergangenen Jahr einen mittleren vierstelligen Betrag erwirtschaftet. Dahinter stecke viel Arbeit für die ehrenamtlichen Helfer. "Nicht zu vergessen: Nach den Aufbau und der ganzen Feierei-Betreuung darfst du alles wieder abbauen." Ein solcher Aufwand sei einfach nur mit der Leistung vieler zu meistern. Dass sie in Ursensollen dazu auch parat stehen, dafür dankte Dehling. Groß sei auch der Einsatz für die Ausrichtung der Winkler Kirwa, den zweitägigen Adventsmarkt und diverse weitere Veranstaltungen.

Aber auch die Jugendarbeit nahm in Ursensollen volle Fahrt auf. 23 Mädchen und Buben werden derzeit in der Kinderfeuerwehr von drei Frauen betreut. Bei der Jugendfeuerwehr seien es derzeit neun Jugendliche, wie Jugendwart Alexander Streher berichtete. Höhepunkte waren die Prüfung zur Jugendspange, die Teilnahme an Wissenstest und Bundeswettkampf sowie zwei Jugendfreizeiten, die auf großen Anklang stießen. Bei der Wahl der Kassenprüfer für die nächsten zwei Jahre wurden die beiden Amtsinhaber Hans Edenharter und Markus Donhauser II auf ihren Posten bestätigt. Lediglich einen Diskussionspunkt gab es noch, den der Vorsitzende nicht ganz ohne Augenzwinkern vortrug. Dehling wurmt, dass Pfarrer Dr. Konrad Willi immer noch kein Mitglied bei der Wehr ist. "Herr Pfarrer, jetzt sind Sie bestimmt schon zum vierten Mal auf unserer Versammlung. Bestimmt haben wir heute auch einen Aufnahmeantrag für Sie dabei." Der Geistliche hatte ein Gegenangebot: "Ich spendiere euch einen Aufkleber für die Einsatzfahrzeuge. Klebt ihn drauf, dann können wir nochmal reden." Es handelte sich dabei um den Hinweis: "Fahr nicht schneller, als dein Schutzengel fliegt."

Auch die aktive Wehr war im vergangenen Jahr gefordert wie noch nie. Bei der Hauptversammlung erwähnte Kommandant Thorsten Michl 93 geleistete Einsätzen und damit fast doppelt so viele wie 2014. Besonders der Bereich Technische Hilfeleistung trieb die Einsatzstatistik in die Höhe. 52 Mal wurde die Wehr zu Unfällen und ähnlichem gerufen. Aber auch die 20 Sicherheitswachen im Kultur- und Begegnungszentrum Kubus mit jeweils zwei Mann und einem Einsatzfahrzeug trugen zur Erhöhung der Einsatzzahlen bei. Auch wurde die Wehr zu zwölf Brandeinsätzen gerufen und hatte 81 Übungen in verschiedenen Bereichen.

Bereits 31 Dienstjahre


Angesichts der stetig steigenden Anforderungen ist es laut Michl notwendig, dass das mit 31 Dienstjahren recht alte LF 16 durch ein neueres Einsatzfahrzeug ersetzt wird. Hier sei man auf dem besten Weg, stellte er fest: "Dank der überaus guten Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und der Regierung der Oberpfalz ist die Neuanschaffung in greifbarer Nähe." 2018 solle der Wagen in Ursensollen ankommen.

Abschließend wurden Termine bekanntgegeben: Sonntag, 8. Mai: Florianstag in Wolfsbach; Sonntag, 5. Juni: Teilnahme am Jubiläum der Feuerwehr Burglengenfeld; 18. bis 20. Juni: Vituskirwa; Sonntag, 18. September: Winkler Kirwa; Freitag, 21. Oktober: Preisschafkopf; Samstag, 22. Oktober: Kameradschaftsabend; 10./11. Dezember: Adventsmarkt.

"Man kann damit nur gewinnen"Nicht zufrieden zeigte sich Kommandant Thorsten Michl mit einem Beschluss des Gemeinderats: "Wir wollten eigentlich die Helfer vor Ort in die Feuerwehr integrieren. Die Gemeinde hat dem aber nicht zugestimmt", ärgerte sich Michl.

"Sonst geht es überall ohne Probleme, siehe Schmidmühlen, Königsstein oder bei diversen anderen Feuerwehren im Landkreis. In Ursensollen anscheinend aber nicht." Die Hintergründe, warum der Gemeinderat dem gemeinsamen Anliegen der HvO und der Wehr nicht zugestimmt habe, seien dabei im Dunkeln geblieben.

3. Bürgermeister Josef Schmaußer meinte dazu: "Der Beschluss wurde in einer nichtöffentlichen Sitzung gefasst. Aber redet doch mal selber mit Bürgermeister Franz Mädler." Auch Kreisbrandmeister Alexander Graf unterstützte das Anliegen der Zusammenführung. "Ich wünsche mir, dass ihr diese Zusammenlegung weiter verfolgt. Es hat sich bei den anderen Feuerwehren gezeigt, dass man damit nur gewinnen kann." (brü)
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