Heimatkundlicher Stammtisch der Gemeinde Ursensollen startet in zehnte Saison
Arbeit stiftet Identität

Vermischtes
Ursensollen
01.12.2016
3
0

In seine zehnte Saison startete der heimatkundliche Stammtisch der Gemeinde Ursensollen. Laut Bürgermeister Franz Mädler leistet er eine "zusammenführende Arbeit für die heutigen und kommenden Generationen".

Im November 2007 fand im Gasthaus Erras in Erlheim die Premiere statt. Der gemeindliche Heimatpfleger Josef Schmaußer startete damals mit Gleichgesinnten den Versuch, das reiche Erbe der Kommune zu sichten, zu dokumentieren und gebenenfalls zu ergänzen. Im Winterhalbjahr bieten drei Veranstaltungen die Möglichkeit, sich mit Sachthemen auseinanderzusetzen oder sich einfach nur zu unterhalten.

Aus Anlass dieses Jubiläums hatte Schmaußer mit Bildern aus den vergangenen neun Jahren einen Rückblick zusammengestellt. Folgende Themen wurden bei den Zusammenkünften bereits besprochen: Brauchtum, bäuerliche Arbeiten, Familienforschung, Haus- und Hof- sowie Ortsgeschichte, Botanik, Geologie, Vorgeschichte, Dolinen, Baugeschichte, Postkarten, Briefstempel, Sterbebilder, Kirchengeschichte, Wappen oder Hausnamen. Die heute oberpfalzweit bekannten Salleröder Boum hatten hier mit die ersten öffentlichen Auftritte. Zwei Sterbebilderausstellungen, eine Schau über die Spuren des Ersten Weltkriegs in der Gemeinde und viele andere Aktivitäten fanden großen Anklang.

Bürgermeister Franz Mädler gratulierte zu dem Jubiläum und bedankte sich beim Heimatpfleger sowie allen Mitwirkenden für die in zehn Jahren geleistete wertvolle Arbeit. Er sagte: "Mit Josef Schmaußer hat die Gemeinde Ursensollen einen Heimatpfleger mit umfangreichem Wissen, mit Herzblut und Engagement." Gemeindegeschichte zu erforschen, zu dokumentieren und der Nachwelt weiterzugeben sei eine sehr wichtige, Identität stiftende Arbeit.

Kreisheimatpfleger Dieter Dörner, ebenfalls ein häufiger Gast bei den Treffen der Heimatfreunde nicht nur aus der Gemeinde Ursensollen, gab mit einigen Auszügen aus den "Physikatsberichten der Stadt Amberg und des Landgerichtsbezirks Amberg aus dem Jahr 1860" (Der Eisengau 22/2010) einen interessanten Einblick in die damals sehr schwierige Lebenssituation in der Region.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.