Helfer vor Ort Ursensollen hatten 2015 viel zu tun
Über 100 Mal im Einsatz

Die Helfer vor Ort in Ursensollen sind (hinten, von links) Stefan Götz, Alexander Streher, Josef Graml, Andreas Färber, Marco Preißler sowie (vorne, von links) Vanessa Schmaußer und Corinna Schuster. Bild: brü
Vermischtes
Ursensollen
16.03.2016
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2015 wurden die Helfer vor Ort in Ursensollen zu 128 Einsätzen in der Gemeinde, auf der Autobahn 6, der Bundesstraße 299 sowie in die Nachbargemeinden Ammerthal und Kastl gerufen. Diese hohe Zahl zeigt nach Ansicht der Verantwortlichen die Notwendigkeit und den Erfolg dieses Systems.

Seit Dezember 2010 gibt es die Helfer vor Ort (HvO) Ursensollen. Die Ehrenamtlichen stehen unter der Trägerschaft des BRK- Kreisverbands und leisten ihren Dienst kostenlos.

Die derzeit sieben Mitglieder ersetzen nicht den regulären Rettungsdienst, sondern werden im Notfall parallel dazu alarmiert. Sie sollen die Zeit bis zum Eintreffen von Rettungswagen beziehungsweise Notarzt durch qualifizierte Erste Hilfe überbrücken, die Integrierte Leitstelle Amberg informieren und nachfolgende Kräfte einweisen.

Es sei erfreulich, dass sich aus verschiedenen Ortschaften der Gemeinde Freiwillige für diese nicht immer einfache Tätigkeit finden, betont Marco Preißler, Leiter der HvO Ursensollen: Diese seien absolut engagiert und motiviert. Ohne diese Bereitschaft wären solche Einrichtungen nicht möglich.

Davon profitierten alle Bürger, aber auch Vereine in Form von Sicherheitsabstellungen sowie der Unterstützung ihrer Feste. Als Beispiele nannte Preißler die Unterstützung der Pfarrgemeinde Hausen bei der 100-Jahr-Feier, das Volksmusik-Spektakel Dousama in Ursensollen oder die Vituskirwa. Auch Vorträge über Erste Hilfe und Tipps zum richtigen Verhalten im Notfall hätten 2015 viel Zuspruch aus der Bevölkerung erfahren. Erste-Hilfe-Kurse biete der BRK-Kreisverband an.

Durch Unterstützung mit Geld- und Sachspenden von Privatleuten und ortsansässigen Firmen ist es gelungen, jeden Helfer mit neuer Schutzkleidung sowie einer auf den Rettungsdienst abgestimmten Ausrüstung auszustatten. Die Anschaffung eines weiteren Defibrillators, ebenfalls komplett aus Spenden finanziert, wird in den nächsten Wochen abgeschlossen.

Dank zollen die HvO Ursensollen in diesem Zusammenhang Firmen und Personen, die sie im vergangenen Jahr nicht nur finanziell unterstützt haben: Autohaus Fischer, Waldschänke Hirschpark, Käfer und Hummel, Grobi Digital, die Ortschaften Hausen (Faschingszug und Familie Gehr) und Thonhausen, Faderl Bau, Andreas Brückmann und die Zahnarztpraxis Junker-Zitzmann.

Wunsch: Integration in die FeuerwehrDa das HvO-System weiter ausgebaut werden soll, wurde mit dem BRK-Kreisverband ein Konzept ausgearbeitet, das die Integration der Ersthelferguppe in die Feuerwehr Ursensollen vorsieht.

In zahlreichen anderen Gemeinden wird dies bereits seit Jahren erfolgreich praktiziert. Damit wäre nach Ansicht der Verantwortlichen ein deutlicher Ausbau der organisierten Ersten Hilfe in Ursensollen möglich. Allerdings wurde der entsprechende Antrag vom Gemeinderat im ersten Schritt in einer nicht öffentlichen Sitzung abgelehnt. Die Gründe für dieses Nein sind für die Helfer nicht nachvollziehbar. Sie wollen deshalb versuchen, das angestrebte neue System mit Feuerwehr und BRK vor dem gesamten Gemeinderat vorstellen zu können. Dies wurde ihnen bisher verwehrt.

Für heuer planen die Ersthelfer die Zusammenarbeit mit den angrenzenden HvO-Standorten, wie Hirschwald, Schmidmühlen und Kastl, den gemeindlichen Feuerwehren sowie dem neu gegründetem HvO-Arbeitskreis in gemeinsamen Übungen und Veranstaltungen weiter auszubauen. (brü)
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