Hohenkemnath feiert Kirchweih mit Tanz, Gstanzeln, Kiwabär und mehr
Podium wächst für viele Paare

Fürs Austanzen musste heuer die Bühne vergrößert werden, weil sich so viele Paare wie nie darauf drehten. Anschließend gab es ein ebenso munteres Gstanzlsingen.
Vermischtes
Ursensollen
24.08.2016
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Blumen als Dank an Laurise Matar, für 20 Jahre Kirwawirtin.

Das Podium musste extra vergrößert werden. So viele Kirwapaare wie noch nie drehten sich heuer zum Tanz auf der zünftigen Hohenkemnather Kirchweih.

Erstmals in der Geschichte der Ortschaft machten 36 junge Leute beim Baumaustanzen und dem Gstanzlsingen mit. Inoffiziell eröffnet wurde die Feier mit einem von der Feuerwehr ausgerichteten Preisschafkopf. 56 Teilnehmer hatten sich eingefunden, um ihren Meister zu ermitteln. Den mit 100 Euro dotierten ersten Platz sicherte sich Gerald Geis mit 133 Punkten, gefolgt von Anton Dötterl und Tano Motius mit jeweils 118 Punkten.

Am nächsten Morgen ging es für die Kirwaburschen hinaus in den Wald, um den von Johann Schmaußer gespendeten Baum zu fällen und ins Dorf zu bringen. Musikalisch wurden sie dabei von Oli und Tomi Rösl sowie Florian Gröniger unterstützt, die den gesamten Weg mit ihren Instrumenten begleiteten. Nachdem der Stamm 2015 aufgrund der Verlagerung des Festzelts auf die Wiese mit einem Kran aufgestellt werden musste, konnte heuer auf die traditionelle Weise mit Goißn zurückgegriffen werden. Möglich machte das die Verlegung des Standlochs, das diesmal neu platziert wurde.

36 junge Leute tanzen mit


Mit Unterstützung durch den Baggerbetrieb Reuß hievten zahlreiche Helfer den 30 Meter hohen Baum in die Senkrechte. Am Abend sorgten die Tazmanischen Teufel für Stimmung im Zelt, was trotz nasskalten Wetters dafür sorgte, dass Hunderte Besucher gerne auf eine Maß und Bratwürste vorbeischauten.

Gleiches galt für den Hauptfesttag, als die 18 Paare ihre Tänze präsentierten. Vier Stück waren es, dafür jeder durchschnittlich mit einer Dauer von knapp zehn Minuten. Dafür gab es viel Applaus, bevor "pünktlich zum Ende" der Regen einsetzte und die Gäste ins Festzelt trieb. Dort bekamen dann beim Singen der 22 Gstanzln einige ihr Fett weg, aber auch etwas ausnahmslos Positives hatten die Kirwaburschen mitgebracht: ein eigens für Festwirt Willi Matar und seine Frau Laurise gemachtes Gedicht, nachdem die beiden heuer bereits zum 20. Mal die Kirwa ausrichteten. Dafür bekam die Festwirtin nicht nur Blumen, sondern auch stehenden Applaus der Gäste. Gefeiert wurde dann mit der Steirer Music Company noch weit bis in die Nacht hinein, bevor am nächsten Tag das Kirwabärtreiben anstand.

Verlosung und Auktion


Dazu war Pascal Dzalakowski auserkoren worden, angetrieben von Korbinian Lotter. Gut fünf Stunden zogen sie durchs Dorf, um dabei dem einen oder anderen mehr als nur einen schwarzen Rußstrich auf die Nase zu malen. Musikalisch begleitet von Hermann Knauer traten sie abschließend sichtlich erschöpft noch mal aufs Podium, um mit zwei Tänzen das Treiben abzuschließen.

Am Abend luden schließlich der Original Oberpfälzer Buam Express und die Kirwapaare zur Schlussfeier mit Verlosung des Kirwabaums an Heidi Schuster. Die Hohenkemnatherin gab ihren Gewinn gegen eine kleine Spende an die Paare zur Versteigerung zurück. Für die Gesamtsumme von 680 Euro ging der Baum schließlich an Hermann Knauer.

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