In Ursensollen gemeinsame Übung von Helfern vor Ort und Feuerwehr
Bergung durch die Heckklappe

Helfer vor Ort und Feuerwehr arbeiteten Hand in Hand bei einer Übung in Ursensollen. Bild: hfz
Vermischtes
Ursensollen
29.08.2016
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Was tun bei einem Verkehrsunfall? Die Helfer vor Ort (HvO) und die Feuerwehr Ursensollen trainierten gemeinsam den Ernstfall.

Übungsleiter Alexander Streher und HvO-Chef Marco Preißler hatten eine Übung mit einem verunfallten Auto im Gewerbepark Ursensollen vorbereitet. Unterstützt wurden sie dabei von Dr. Walter Grau als leitendem Notarzt und dem Roten Kreuz. Die Feuerwehr Amberg stellte mit ihrem Rüstwagen den für solche Einsätze notwendigen zweiten Rettungssatz.

Nach kurzer Einweisung ging der fiktive Alarm raus und die Einsatzkräfte rückten zeitversetzt zum Einsatzort aus. Den zuerst eintreffenden HvO-Kräften stellte sich folgende Situation dar: Ein Auto, besetzt mit vier Personen, war von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich überschlagen und war an einen Baum geprallt. Der Wagen war massiv im Dachbereich und an der Fahrerseite eingedrückt. Mehrere Insassen waren eingeklemmt und schwerverletzt.

Konsequente Absprache


Zuerst befreiten Helfer vor Ort die Person am Beifahrersitz, die umgehend reanimiert werden musste. Andere kümmerten sich um die drei weiteren Menschen im Auto. Die mittlerweile eingetroffene Ausbildungsgruppe der Stützpunktfeuerwehr Ursensollen sicherte als erste Maßnahme das Fahrzeug. Mit dem ebenfalls eingetroffenen Notarzt entschied man, die Insassen nacheinander im Modus "Schnelle Rettung" zu befreien. Dabei verschlechterte sich der Gesundheitszustand der Person hinter dem Fahrer dramatisch, so die Annahme.

Der Einsatzleiter der Feuerwehr entschied sich für die schnellste Methode der Bergung, das "Tunneln" des Verletzten durch die Heckklappe. Mit zwei Rettungssätzen wurde parallel das eingedrückte Dach angehoben und die Rücksitzbank abgespreizt. Nach etwa 30 Minuten konnte auch der Fahrer aus dem Wagen geholt werden.

Bei der Endbesprechung ließen Dr. Walter Grau für den Rettungsdienst und 2. Kommandant Bernhard Graml für die Feuerwehr das jeweilige Vorgehen Revue passieren. Beide waren sich einig, dass nur durch eine konsequente Absprache zwischen den Rettungskräften eine optimale und zügige Rettung möglich ist. Dies sei bei der Übung von allen Seiten sehr gut umgesetzt worden. Es gab nur wenig zu beanstanden. Übungsleiter Alexander Streher verwies auf weitere gemeinsame Übungen, die dieses Jahr noch geplant sind.
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