Landkreis-Treffen von Nachbarschafthilfe-Gruppen
Bedarf steht außer Zweifel

Die Kinaesthetics-Trainerin Margret Hirsch (stehend) stellte den Organisatoren der Nachbarschaftshilfen im Landkreis Griffe und Techniken vor, in der häuslichen Pflege sich und Patienten zu schonen. Bild: hfz
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Ursensollen
14.05.2016
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Was einmal eine Selbstverständlichkeit war, bedarf inzwischen der zielgerichteten Organisation: Nachbarschaftshilfe. Immer mehr Gruppen etablieren sich besonders in eher dörflichen Gemeinden.

Amberg-Sulzbach. Information, Austausch und Kooperation standen im Mittelpunkt des Treffens der Verantwortlichen der Nachbarschaftshilfen im Landkreis. Eine tragende Rolle kommt dabei der AOVE-Koordinationsstelle "Alt werden zu Hause" zu, die zusammen mit den Seniorenmosaik Hirschwald eingeladen hatte. Knapp 20 Interessierte, so eine Pressemitteilung, diskutierten im Rathaus von Ursensollen die aktuelle Entwicklung. Sichtbares Zeichen dafür, dass sich immer mehr auf diesem Gebiet tut, war die Teilnahme einiger Vertreter von Kommunen, die eine organisierte Nachbarschaftshilfe planen. Auf einschlägige Erfahrungen verwiesen als Gäste der Hausherr Bürgermeister Franz Mädler und sein Stellvertreter Norbert Schmidt, der zugleich Seniorenbeauftragter der Gemeinde ist.

Beide vertraten die Auffassung, dass eine organisierte Nachbarschaftshilfe nur funktionieren kann, wenn Politik und Verwaltung hinter dem Projekt stehen und das notwendige finanzielle Polster für Personal und Öffentlichkeitsarbeit bereitstellen. "Die Koordination der Nachbarschaftshelfer", so die beiden Bürgermeister, "kann nicht ehrenamtlich geleistet werden".

Hilfreich und schonend


AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer stellte anschließend die Kinaesthetics-Trainerin Margret Hirsch vor. Damit kam sie einem Wunsch aus dem zurückliegenden Treffen von Nachbarschaftshilfe-Gruppen nach. Kinaesthetics beschreibt und übt Techniken ein, um in der Pflege notwendige Bewegungsabläufe möglichst schonend für den Patienten und den Pflegenden zu gestalten. Ein eingespielten und gegenseitig abgestimmtes Verhalten ist dabei unverzichtbar. In entsprechenden Kursen kann das erlernt und trainiert werden.

Hirsch demonstrierte einige dieser Griffe und Techniken und kündigte "eine Kinaesthetics-Bewegungswerkstatt für Senioren" an. Starten soll sie bei den Demenzwochen in Poppenricht. Anschließend stellten die vertretenen Nachbarschaftshilfen Schwerpunkte ihrer jeweiligen Arbeit vor. Ein Ergebnis dieses Nachmittags war, diese Runden eines Erfahrungsaustauschs zweimal jährlich anzubieten und für 2017 die Organisation eines "Nachbarschaftstags" in Angriff zu nehmen.
Die Koordination der Nachbarschaftshelfer kann nicht ehrenamtlich geleistet werden.Franz Mädler, Bürgermeister von Ursensollen
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