Neujahrsempfang der Gemeinde Ursensollen im Kubus
Mädlers Signal Richtung Amberg

Vermischtes
Ursensollen
13.01.2016
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Jetzt schon knapp 800 Arbeitsplätze, nächstes Jahr sollen's noch 100 mehr sein. Die Erfolgsgeschichte der Gemeinde Ursensollen schlägt weitere Kapitel auf. Deutlich wurde dies beim Neujahrsempfang vor rund 300 geladenen Gästen im Kubus. Bürgermeister Franz Mädler hatte gleich mehrere herausragende Themen in seine Rede verpackt.

Einen Schwerpunkt setzte er ganz an den Anfang seiner Ausführungen: den Dank an alle Ehrenamtlichen innerhalb der Kommune. Stellvertretend für alle und deren weitreichende Aktivitäten sagte Mädler, auch im Namen seiner Stellvertreter, Norbert Schmid (SPD) und Josef Schmaußer (CSU): "Es ist eine Riesenbereicherung, dass unsere Vereine ein beispielhaftes Ferienprogramm für unsere Kinder erstellen und mit dem Seniorennetzwerk auch die Angebote der Vereine und kirchlichen Einrichtungen für unsere älteren Mitbürger so erfolgreich koordiniert werden, dass die Nachbarschaftshilfe still und leise ,soziale Feuerwehr' ist."

Plus 100 weitere


Damit war der Bürgermeister beim Rückblick und zugleich bei den Herausforderungen und großen Weichenstellungen. An vorderster Stelle führte er hier den Gewerbepark A 6 an. Dieser sei erweitert worden. Neue Firmen hätten sich angesiedelt und andere ihre Niederlassungen ausgebaut. In der Gemeinde zähle man jetzt bereits rund 800 Arbeitsplätze, 2016 kämen wohl 100 weitere hinzu.

Unterdessen sei der Expansionskurs beim Gewerbepark abgeschlossen: "Die weitere Entwicklung wäre im Bereich des interkommunalen Gewerbegebiets mit Amberg vorgesehen." Und Mädler rundete das Thema mit einem deutlichen Signal - beileibe nicht zum ersten Mal - an den großen Nachbarn ab: "Ich bin der tiefen Überzeugung, dass dies sowohl die Stadt Amberg, als auch die gesamte Region dringend bräuchte, um zukunftsfähig zu werden."

In seiner Erfolgs-Bilanz führte der Bürgermeister die Sanierungsarbeiten in den Kindergärten in Ursensollen und Hausen an: "Sie sind abgeschlossen und schlugen mit rund 500 000 Euro zu Buche." Als "außergewöhnliches Projekt" bezeichnete Mädler den Umbau eines alten Trafohäuschens in Hohenkemnath zu einem Artenschutzturm. Faszinierend sei dabei gewesen, wie Jugendliche aus acht Nationen unter Federführung von Engelbert Sperber und Christian Kuhn binnen drei Wochen die Idee von Maria Hummel umgesetzt haben. Trotz eines "babylonischen Sprachgewirrs" sei ein "wunderbares Biotop" herangewachsen. Die Finanzierungsbereitschaft des Obst- und Gartenbauvereins sowie die Mithilfe des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE) hätten dies ermöglicht.

Buch und Kubus


Besondere Ereignisse sah Mädler in der 100-Jahr-Feier der Pfarrkirche von Hausen sowie in der "Erfüllung eines Traumes": die Fertigstellung des Gemeindebuchs durch die Autoren Günther Moser (Fotos) und Robert Stammler (Texte). Weiter betrachtete der Bürgermeister das Veranstaltungszentrum Kubus als "wertvollen kulturellen, regionalen Mittelpunkt, der den Namen der Gemeinde über die Landkreisgrenzen hinaus" bekanntmache. Dafür galt sein Dank unter anderem den katholischen und evangelischen Bildungswerken. Nach dem dortigen Besuch von Nobelpreisträger Roal Hoffmann folgten in nächster Zukunft Franz Alt mit dem Vortrag "Zukunft Erde - wie wir morgen leben und arbeiten" sowie der Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung Heribert Prantl, der unter dem Titel "Wider die Gleichgültigkeit" Stellung zu aktuellen Themen beziehen wird.

Schließlich führte Franz Mädler in seiner positiven Gesamtschau das neue Baugebiet mit 59 Parzellen ebenso an wie die Gründung der Infrastrukturgesellschaft AS (InAS), die es gemeinsam mit anderen Kommunen und der Stadt Amberg ermöglicht habe, beim Ausbaus eines gemeindeweiten Glasfaserkabelnetzes selbst als Anbieter mit aufzutreten.

Mehr Geburten


Unverhohlen Freude äußerte der Bürgermeister angesichts deutlich gestiegener Geburtenzahlen in der Gemeinde, aber auch hinsichtlich der hervorragenden Zusammenarbeit mit den Nachbarn aus Amberg, Ammerthal, Kastl und Hohenburg.

Während "Max Barnabas und sein Revueorchester" schwungvoll mit Musik der 40er und 50er Jahre durch den Abend führten, trat der Amberger Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU) in seinem Grußwort für regionale, interkommunale Zusammenarbeit auf verschiedenen Gebieten ein. Ein Aspekt, den stellvertretender Landrat Martin Weiß aufgriff, als er regionales Denken über politische Grenzen hinaus forderte. Zudem müsse beim Thema regenerative Energien nachjustiert und christliche Werte "gerade heute hochgehalten" werden.
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