Politischer Aschermittwoch
Kein Schlagabtausch

Vermischtes
Ursensollen
11.02.2016
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Ein Politischer Aschermittwoch im klassischen Stil war er nicht. In Ursensollen fand er zwar statt, doch auf den politischen Schlagabtausch wurde genauso verzichtet wie auf die Musik.

Unter den Eindrücken des schweren Zugunglücks im oberbayerischen Bad Aibling sagten die Parteien auf ihre Großveranstaltungen. Auch die Ursensollener SPD rechnete nicht mit der politischen Konkurrenz ab. Ortsvorsitzender Michael Rischke hieß zahlreiche Gäste willkommen, darunter auch Alt-Landrat Armin Nentwig und Bürgermeister Franz Mädler.

Pflege und Bildung


Erfreut zeigte er sich, gleich zwei Redner präsentieren zu können: die SPD-Abgeordneten Reinhold Strobl (Landtag) und Marianne Schieder (Bundestag). Beide gaben einen Überblick über die derzeitige Politik der SPD - von kommunaler Ebene bis zum Bund. Strobl sprach unter anderem die Punkte an, die ihm nach eigenen Angaben sehr am Herzen liegen: Ausbau der Pflege sowie Stärkung der Bildungspolitik, vor dem Hintergrund der Integration der Flüchtlinge in das Bildungssystem.

Auch die immer weiter auseinanderklaffende Entwicklung von Arm und Reich mache ihm zu schaffen, erklärte er. Angesichts des Zugunglücks am Tag zuvor sagte er: "Es ist schwierig, große politische Aussagen zu machen, wenn heute ganz Bayern trauert." Marianne Schieder blickte auf die derzeitige Bundespolitik. Ein großes Thema war die Flüchtlingspolitik und all die damit verbundenen Probleme bei Integration und Kontrolle. Ebenso sprach sie die steigende Fremdenfeindlichkeit an. Die Sorgen der Bürger ernst zu nehmen, sei wichtig.

Das heiße aber nicht, immer ins gleiche Horn zu stoßen, sondern klarzustellen, was fremdenfeindlich sei. "Helft dabei mit, diese Falschdarstellungen, wie sie oft verbreitet werden, zu widerlegen und helft so mit, den rechten Rattenfängern den Boden zu entziehen", forderte Schieder die Menschen auf.

Im persönlichen Gespräch


Einen Seitenhieb auf Horst Seehofer und seine Partei konnte sie sich abschließend nicht verkneifen: "Eine CSU braucht keiner in Berlin", sagte sie und zeigte sich mit der derzeitigen Politik des bayerischen Ministerpräsidenten unzufrieden. Nach den Reden bestand noch die Möglichkeit zur Diskussion im persönlichen Dialog mit den Abgeordneten, was die Anwesenden zum Ausklang des Aschermittwochs gerne nutzten.
Eine CSU braucht keiner in Berlin.MdB Marianne Schieder
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