Ursensollen behilft sich provisorisch, um Bedarf an Kinderbetreuung zu decken:
Bis zum Neubau Krippe im Mehrzweckraum

Im Mehrzweckraum der Grundschule soll eine provisorische Krippe entstehen. Sie kann nach dieser Idee der Architekten mit flexiblen Möbeln ausgestattet werden, die später im Neubau wiederverwendbar sind. Bild: srö
Vermischtes
Ursensollen
31.12.2015
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Ursensollen richtet eine provisorische Kinderkrippe ein. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Außerdem befasste er sich mit der Bauleitplanung. Beide Themen waren so interessant, dass sie viele Zuhörer ins Rathaus lockten.

Der Bebauungsplan für den Gewerbepark A 6/Teil 3, dessen Erschließung vor kurzem abgeschlossen wurde, bedarf einer Änderung hinsichtlich der Festsetzungen zum Immissionsschutz. Im Verfahren zur Anpassung wurden die Bürger und die Träger öffentlicher Belange gehört. Da laut Verwaltung keine Einwände kamen, beschloss der Gemeinderat die erste Änderung als Satzung.

Neues Wohngebiet


Ebenfalls vor dem Abschluss der Bauleitplanung stand der Bebauungsplan Rängberg zur Ausweisung eines Wohngebiets im Westen von Ursensollen. Im Parallelverfahren ist eine Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplans erforderlich gewesen. Letzteres war beschlussreif und geht nun ans Landratsamt zur Genehmigung. Zum Bebauungsplan hat sich das Gremium entschieden, ihn erneut auszulegen und erst im Januar zu beschließen.

Die Festsetzungen zu den Parzellen 14 bis 19 bedürfen laut Verwaltung einer redaktionellen Änderung bezüglich der zulässigen Maße der baulichen Nutzung; unter anderem ist die Anzahl der Vollgeschosse und der Bautypen anzupassen. Dem Gemeinderat wurden Entwürfe mit sechs Parzellen mit drei Doppelhäusern zu jeweils vier Wohneinheiten vorgestellt. Auch das fand einhellige Zustimmung. Bewerber für ein Grundstück im neuen Baugebiet können sich mit der Verwaltung in Verbindung setzen, informierte Bürgermeister Franz Mädler. Nach seiner Auskunft ist beabsichtigt, die Flächen ab Ende Februar zu verkaufen. Einheimische sowie Leute mit hauptberuflicher Tätigkeit in der Gemeinde würden bevorzugt berücksichtigt.

Durch Zuzug und steigende Kinderzahlen fehlen Ursensollen bereits im April voraussichtlich acht Kleinkinderbetreuungsplätze. Um schnell reagieren zu können, haben Bürgermeister und Verwaltung den Bau einer provisorischen Kinderkrippe angeregt. Gespannt wurde die Vorstellung der Planungsskizzen verfolgt, die das Amberger Architekturbüro Harth und Flierl für den Mehrzwecksaal der Grundschule erstellte. Es schlug vor, diese Räume in größtenteils flexibler Bauweise zu einer vollwertigen Kinderkrippe umzubauen, um den Bedarf bis zur Fertigstellung eines Neubaus decken zu können.

BRK soll Betreiber sein


Ein besonderer Vorteil dieser Übergangslösung sei es, dass voraussichtlich die Außenspielgeräte, eine Schlafhöhle und andere Dinge mit knapp der Hälfte der Baukosten in einem Neubau wiederverwendet werden könnten. Die Räte zeigten sich sehr angetan von dieser Idee und beauftragten das Architekturbüro mit der weiterführenden Planung. Mit der Fertigstellung könne bereits im Frühjahr gerechnet werden, hieß es. Als Betreiber der Krippe ist das Bayerische Rote Kreuz vorgesehen.
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