VdK-Ortsverband Ursensollen steigert 2015 Mitgliederzahl um 29 auf 261
Bemerkenswerter Zulauf

Der VdK-Ortsverband Ursensollen ehrte langjährige Mitglieder (von links): Georg Stiegler, Jutta Streher, Ludwig Lehmeier, Edeltraud Koller, Johann Ludwig und Bürgermeister Franz Mädler. Bilder: gf (2)
Vermischtes
Ursensollen
01.03.2016
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Die Ursensollener Zahnärztin Evelyn Junker-Zitzmann (links) sammelte mit Einverständnis ihrer Patienten alte Zahnkronen und ließ sie einschmelzen. Den Erlös von 500 Euro überreichte sie an VdK-Vorsitzende Jutta Streher (rechts). 500 Euro bekommen auch die "Helfer vor Ort".

Der Wahlspruch "Zukunft braucht Menschlichkeit" sei nie zutreffender gewesen als heute, unterstrich Bürgermeister Franz Mädler bei der Versammlung des VdK-Ortsverbandes Ursensollen. Er hob damit auf das Thema Flüchtlinge ab, "bei dem viel Unwissen herrscht und noch mehr Unsinn verbreitet wird".

Ursensollen. (gfr) In ihrer Rückschau auf 2015 erinnerte Vorsitzende Jutta Streher bei der Hauptversammlung im Gasthof Reif an diverse Veranstaltungen, etwa den Seniorenprogramm-Vortrag zum Thema "Bestattungsvorsorge - Eigene Wünsche für die Zeit nach dem Leben" oder die Mutter- und Vatertagsfeier und das Sommerfest. Fest im Programm verankert sind Senioren- und Gedenkgottesdienste für verstorbene Mitglieder oder die Weihnachtsfeier.

Arbeit wird geschätzt


Streher zeigte sich mit dem Ergebnis der HWH-Sammlung zufrieden. Die Gelder kommen behinderten Kindern und deren Familien sowie psychisch erkrankten Menschen zugute. Den Besuchsdienst an runden Geburtstagen und bei Kranken übernahmen Hans Schneider und Anna Rautenberg. Außerdem beteiligte sich der VdK-Ortsverein mit fünf Veranstaltungen am Programm des Seniorennetzwerks Ursensollen-Ammerthal. Mit Stolz meinte Streher, dass die Arbeit des Ortsvereins offensichtlich geschätzt werde: "Denn sonst hätte sich die Zahl der Mitglieder letztes Jahr nicht um 29 auf 261 erhöhen können."

Einiges geplant


Für dieses Jahr stehen wieder Mutter- und Vatertagsfeier, Sommerfest, Gottesdienste und Weihnachtsfeier an. Außerdem bereits am Dienstag, 8. März, ein Vortrag zum Thema "Depressionen - wenn die Freunde verloren gehen" im Atrium in Ursensollen und im Oktober über "Pflegefall -was nun?" als Beitrag zu den Demenzwochen.

Stellvertretender VdK-Kreisvorsitzender Johann Ludwig meinte, dass Solidarität und Menschlichkeit die Grundpfeiler für die Arbeit des Sozialverbands VdK seien, der, so bewiesen aktuelle Zahlen, bestens aufgestellt sei. Allein im Kreisverband Amberg mit seinen 30 Ortsverbänden seien über 9500 Mitglieder registriert.

Der VdK stelle sich dem Flüchtlingsproblem, sagte Johann Ludwig und bedauerte, dass die darüber geführten Debatten vielfach von Unwissen und Vorurteilen geprägt seien. Niemand begebe sich ohne triftigen Grund wochenlang in Lebensgefahr. Bürgerkrieg und Terror seien Fluchtursachen und überhaupt: "Unsere demokratischen Grundwerte verpflichten uns zur Hilfe."

Barrierefreiheit sei ein Thema, mit dem sich der VdK schon seit Jahren befasse, sagte der Redner: "Wenn Bayern bis 2023 vollständig barrierefrei sein will, muss die Staatsregierung mehr Elan an den Tag legen." An den fünf Pflegegraden, die ab 2017 gelten, sei der VdK maßgeblich beteiligt. Künftig würden auch Demenz und psychische Erkrankungen bei der Pflegebedürftigkeit berücksichtigt. Die privaten Pflegekassen erwirtschafteten jedes Jahr 1,3 Milliarden Euro. "Wenn es nach dem VdK geht, sollten private und gesetzliche Pflegekassen zusammengeführt werden, denn damit könnten die Gesetzlichen entlastet und der Beitrag um 0,2 Prozentpunkte gesenkt werden", stellte Johann Ludwig fest.

Schere wird größer


Die Gesellschaft trifte in Deutschland immer mehr auseinander, bedauerte der VdK-Vize-Kreisvorsitzende. Immer größere Vermögens- und Einkommensunterschiede gefährdeten den sozialen Frieden. Ursachen seien vielfach Mindestlohn, steigende Mieten oder zusätzlich Ausgaben für die Gesundheit.

VdK hoch geschätzt"Der VdK-Ortsverband Ursensollen ist ein in der Gemeinde hoch geschätzter Verband, der sich um Menschen kümmert, denen es nicht so gut geht", meinte Bürgermeister Franz Mädler. Der VdK arbeite im Seniorennetzwerk mit und unterstütze die Nachbarschaftshilfe. Mädler betonte, dass Ursensollen in absehbarer Zeit ein Seniorenzentrum mit entsprechenden Wohnungen realisieren werde. Auch eine niederschwellige ambulante Pflege über einige Tage sei vorgesehen. Ausdrücklich unterstrich der Bürgermeister, dass kein Alten- oder Pflegeheim angedacht werde. Etwa ein Dutzend Flüchtlinge wohne derzeit in Ursensollen - es gebe keinerlei Probleme. (gfr)


Treue gewürdigt20 Jahre Mitgliedschaft: Edeltraud Koller, Ludwig Lehmeier, Günther Seeberger, Georg Stiegler und Evelin Weizer

15 Jahre: Anton Auer, Hannelore Donhauser, Josef Graml, Therese Graml, Helmut Kormann, Ursula Madl, Josef Müller und Edeltraud Urban

10 Jahre: Rita Bachert, Alfred Callies, Josef Hirsch, Marion Kugler, Timo Schlagenhaufer und Marianne Wurstbauer (gfr)
Weitere Beiträge zu den Themen: Jahreshauptversammlung (966)VdK Ursensollen (1)
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