Volkssternwarte startet Experiment
Scharf am Jupiter vorbei

Da fliegt sie vorbei, die ISS. Eigentlich sollte sie von Mausdorf aus gesehen den Planeten Jupiter passieren. Um das zu beobachten, hatten die Mitglieder der Volkssternwarte extra ein Teleskop aufgebaut. Das Bild ist trotzdem gelungen: Schön sind die ausgeklappten Sonnenkollektoren der Raumstation zu sehen. Bild: Volkssternwarte
Vermischtes
Ursensollen
17.04.2016
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Ursensollen: Volkssternwarte |

Auf das Himmelsschauspiel hatten sich die Sterngucker aus Ursensollen akribisch vorbereitet: Nur in einem schmalen Streifen quer durch die Oberpfalz war zu sehen, wie die Raumstation ISS den Jupiter bedeckt. Allerdings stand das Teleskop dann ein paar Meter zu weit abseits.

Ursensollen/Mausdorf. Die Mitglieder der Volkssternwarte Ursensollen hatten sich lange auf diese Nacht gefreut. Am Donnerstag sollte von der Oberpfalz aus zu beobachten sein, wie sich die Raumstation ISS auf ihrem Rundflug durch das All genau so zwischen Erde und Jupiter bewegt, dass sie für einen Sekundenbruchteil das Strahlen des Hunderte Millionen Kilometer entfernten Planeten unterbricht. Die Bedeckung war aber nur entlang einer etwa 200 Meter breiten Bodenlinie zu beobachten - eine Herausforderung für Astronomen. Professor Matthias Mändl - bei der Ostbayerischen Technischen Hochschule für die Lehrgebiete Physik, Technische Akustik, Strahlenschutz und Umweltanalytik zuständig - hat den schmalen Streifen mittels Flugdaten der ISS und GPS-Positionierung ausfindig gemacht. In der Nähe von Mausdorf (Gemeinde Hahnbach) sollte der Vorbeiflug gut zu sehen sein.

Beim nächsten Mal


"Wir waren dann wohl so 50 bis 200 Meter daneben", bilanzierte Mändl, nachdem die ISS haarscharf am Jupiter vorbeigeflogen war. "Wir haben noch nicht herausbekommen, woran es gelegen hat. Möglicherweise berücksichtigen die Berechnungsprogramme der Bodenlinie die Meereshöhe nicht richtig." Gelegenheit, solche Passagen zu fotografieren, gibt es natürlich immer wieder. Vielleicht ist der Ehrgeiz jetzt erst richtig geweckt.

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Weitere Informationen:

www.volkssternwarte-amberg.de
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