Der Spielebus Maxl macht Station in Vilseck
Tim schmeckt's nicht, Jonas schon

Anita Kinscher erklärt die Theorie zu gesunder Ernährung.
Freizeit
Vilseck
20.08.2016
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Wenn Maxl in einem Ort Station macht, steht auch Spaß und Spiel auf dem Programm. Michelle Feistkorn (links) erklärt die Regeln und ist Schiedsrichterin.

Zuerst Äpfel, Kiwis und Wassermelonen klein schneiden. Dann drückt Michael, sechs Jahre alt, auf den Knopf des Mixers, der die Früchte zerkleinert. Vanessa (7) gibt Orangensaft dazu. Was gesunde Ernährung ist, lernen Kinder bei Maxl, dem Spielebus.

Maxl reist sechs Wochen durch den Landkreis. Wenn die Kinder Sommerferien haben, läuft er auf Hochtouren. Denn Maxl ist das Ferienprogramm der Kommunalen Jugendarbeit und des Kreisjugendrings. Die Erzieherin Anita Kinscher spielt zusammen mit ehrenamtlichen Betreuern jeden Tag an einem anderen Ort mit den Kindern. In diesem Jahr lautet das Motto "Maxl is(s)t gesund". Unter anderem stellen die Teilnehmer dabei einen Smoothie her.

Maxl hat auf der Burg Dagestein Halt gemacht. 28 Kinder warten gespannt darauf, was Kinscher und ihre vier Kolleginnen mit ihnen vorhaben. Auch ein paar Mütter schauen dem Treiben von der Burgtreppe aus zu.

"Mir schmeckt's nicht", meint Tim (7) zum selbstgemachten Smoothie. "Mir schon", findet Jonas (4) und trinkt seinen Becher langsam und genüsslich aus. Im kühlen Gewölbe der Burg haben die Kinder zuvor die Früchte geschnippelt. Betreuerin Gabi Lay und Praktikantin Angelika Stachowski erklärten, wie es geht. "Das könnt ihr vielleicht ja auch mal zu Hause machen", schlägt Lay den Kindern vor. Die meisten Teilnehmer des Ferienprogramms sind zwischen sechs und elf Jahre alt.

Als alle bis auf Tim ihren Smoothie getrunken haben, geht es weiter zu Marie-Luise Kuhn, wo die Kinder einen Flatterball basteln. Sie überziehen einen Tennisball mit einem Luftballon und bringen Streifen aus bunten Krepp-Papier an. "Cool", ruft Sebastian (6), als er einen Flatterball zum ersten Mal durch die Lüfte im Burghof wirft. 28 Mädchen und Buben sind in Vilseck dabei. "So viele Kinder hatten wir dieses Jahr noch nie", freut sich Kinscher.

Seit 1983 fährt Maxl durch den Landkreis, 2003 zum ersten Mal unter einem Motto. Die ehrenamtlichen Betreuer wechseln sich in den Sommerferien meist wöchentlich ab. Anita Kinscher, die hauptamtlich für die kommunale Jugendarbeit im Landkreis tätig ist, ist die ganzen Ferien über mit dem Spielebus unterwegs. 25 Gemeinden fährt sie ab.

Zu heiß für Theorie


Drei Stunden dauert jeweils das Programm. Zum Kennenlernen animieren die Betreuerinnen die Kinder zu Beginn des Nachmittags mit ein paar Spielen. Dann erklärt Kinscher normalerweise die Theorie zu "Maxl is(s)t gesund". Nur an diesem Tag ist es auf der Burg Dagestein zu heiß, "das verschieben wir spontan auf später", meint sie. An verschiedenen Stationen lernen die Kinder, was zum guten Wohlbefinden dazugehört: gesundes Essen, Bewegung, aber auch Entspannung.

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Weitere Informationen zum Maxl:

www.kreisjugendring-as.de/spielebus/

Tour-TermineDas Programm des Maxl-Spielebusses ist kostenlos. Sechs- bis elfjährige Kinder können ohne Anmeldung daran teilnehmen. Die nächsten Stationen sind:

Im August: Montag, 22., Illschwang; Dienstag, 23., Neukirchen; Mittwoch, 24., Kastl; Donnerstag, 25., Sulzbach-Rosenberg; Freitag 26., Hirschau; Montag, 29., Königstein; Dienstag, 30., Poppenricht; Mittwoch, 31., Hohenburg.

Im September: Donnerstag, 1., Ensdorf; Freitag, 2., Etzelwang; Montag, 5., Ammerthal; Dienstag, 6., Freudenberg; Mittwoch, 7., Auerbach; Donnerstag, 8., Birgland; Freitag, 9., Rieden; Montag, 12., Kümmersbruck. (esa)
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