Vogelwanderung: In München klingt's anders als bei uns
Zwitschern im Dialekt

Freizeit
Vilseck
26.04.2016
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Das grünfüßige Teichhuhn pickte munter am Ufer herum. Mehlschwalben umschwärmten die Gruppe, die sich am Pavillon der Vilsaue versammelt hatte. Bei strahlendem Sonnenschein begeisterte sie Rudi Leitl mit seinem Wissen über die einheimische Vogelwelt. Er kennt sie alle - die Vögel in der Region.

Ob er denn eigentlich noch entspannt spazieren gehen könne, wollte eine Teilnehmerin der Vogelwanderung wissen. Der Gebietsbetreuer des Landschaftspflegeverbands bejahte dies. Nur wenn er in anderen Regionen einen ungewohnten Vogelruf wahrnehme, werde er sofort hellhörig.

Auch in der Vogelwelt gebe es Dialekte, verriet Leitl: Im Münchener Raum klinge das Vogelkonzert am Morgen anders als in unserem Landkreis. Rund 50 Arten hörten die Wanderer und sahen sie teilweise auch - fast 20 mehr als im vergangenen Jahr: der Schilfrohrsänger mit weißer Kehle und schwarzer Kopfdecke, nicht zu verwechseln mit der Mönchsgrasmücke mit der schwarzen Kappe, der Zilpzalp, der seinen Namen ruft und im obersten Wipfel ein Eichelhäher. Nur der Eisvogel, sonst häufig an der Vils zu sehen, ließ sich an diesem Morgen nicht blicken.

Leitl weiß auch über Fledermäuse Bescheid. In der Vilsaue hat er ihnen viele Brutkästen angeboten. Ob sie inzwischen bewohnt werden, zeigt der Fachmann Interessierten am Sonntag, 4. September, abends.
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