Kirchenchor Schlicht veranstaltete Passionskonzert
Zwischen "Hosianna"und "Kreuzige ihn!"

Veranstalter des Passionskonzerts war wieder der Kirchenchor Schlicht unter der Leitung von Heinz Krob. Bild: ct
Kultur
Vilseck
22.03.2016
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Zur Besinnung in der Fastenzeit und zur Begegnung mit Jesus und seinem Leiden lud der Kirchenchor Schlicht bei seinem Passionskonzert in der Pfarrkirche ein.

Schlicht. (ct) Die Veranstaltung war eine beeindruckende Stunde, die die vielen Besucher zum Nachdenken anregte, ihnen aber auch einen großartigen musikalischen Genuss bot.

Nach der Begrüßung durch Chorleiter Heinz Krob stimmten die Schlichter Turmbläser, ein Sextett aus den Reihen der Werkvolkkapelle unter Leitung von Andreas Kredler, mit dem imposanten "Die Himmel rühmen" nach einer Bearbeitung von Wim Stalmann auf das Konzert ein. Pfarrer Johannes Kiefmann zeigte sich dankbar für dieses Geschenk der inneren Vorbereitung und Einstimmung auf die Kar- und Ostertage. Musikstücke und Texte spannten einen Bogen vom "Hosianna" des Palmsonntags über das "Kreuzige ihn!" des Karfreitags bis hin zum Jubel der Ostertage über die Auferstehung des Herrn. Dem Einzug Jesu in Jerusalem spürte vor allem die Nachwuchsorganistin Saskia Pröls nach mit den sehr sicher vorgetragenen Stücken "Andante" von Robert Führer und einer Improvisation zu "Singt dem König Freudenpsalmen".

Harmonischer Vortrag


Eindrucksvoll verdeutlichte der Kirchenchor Schlicht unter Leitung von Heinz Krob die Bedeutung des Vorbilds Jesu für die Gottes- und Nächstenliebe mit dem harmonisch dargebotenen "Wenn wir auf Jesus sehen" (Bearbeitung: Otto Haubrich) und dem eindringlichen "Glauben hilft Leben" (Melodie: Robert Pappert, Text: Rosemarie Lange-Schlienkamp). Sehr besinnlich war auch der Vortrag der Schlichter Stub'nmusik (Leitung Paula Stubenvoll), die mit Hackbrett, Zither, Gitarren, Klarinette und Kontrabass "Die kloane Weis", arrangiert von Manfred Wörnle, und "Sehet an den Schmerzensmann" von Sabine Riemer zu Gehör brachte.

Ruhig und einfühlsam vorgetragene Instrumentalstücke boten Gelegenheit, die Liedtexte nachwirken zu lassen, ebenso wie die dazwischen von Monika Krieger gelesenen Textpassagen, die sich thematisch vom Dunkel der Einsamkeit und Todesangst über das Verlassensein im Tod und über die Grabpflege der frommen Frauen bis hin zum Entsetzen über das leere Grab und die freudige Begegnung mit dem Auferstandenen erstreckten. Mitgefühl und Dankbarkeit vermittelten die Gesänge, die der Liederkranz Vilseck unter Leitung von Saskia Krügelstein innig den Zuhörern bot. "Heiliges Kreuz, sei hoch verehret" (Erich Sepp), "O Jesu mein" (Norbert Weber) sowie das von Dank erfüllte "Bis hierher hat mich Gott gebracht", ein Chorsatz von Sethius Calvis, beeindruckten.

Schon eher auf Ostern stimmte die Stub'nmusik ein mit der Weise "Köschtenbrota" von den Wetterstoa Musikanten und der "Mitterndorfer Redoute Nr. 5" von Hans Reisinger. Das tat auch Franz Winklmann an der Orgel zusammen mit den Trompetern Andreas Kredler und Patrick Luber mit den festlichen, hoffnungsfrohen Stücken "Trumpet Voluntary" (William Goodwin) und "Largo" (Georg Friedrich Händel). Einen eindrucksvollen Schlussakkord der Osterfreude und Glaubenszuversicht setzten der Kirchenchor Schlicht mit den Liedern "Warst du dort?" (Chorsatz von Franz Biebl) und "Die Gott lieben, werden sein wie die Sonne" sowie die Turmbläser mit "Morgens um Sieben" von James Last.

Erlös für Geläut


Die Besucher dankten nach einem zusammen gesungenen Schlusslied den Akteuren mit lange anhaltendem Beifall und erwiesen sich auch sehr großzügig mit Spenden. So kann Organisator Heinz Krob wohl einen ansehnlichen Betrag für die Reparatur des Geläuts der Pfarrkirche St. Georg an Pfarrer Kiefmann übergeben.
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