Mit Musik Aidskranke unterstützt
Vilseck gibt Hoffnung durch Konzert

Obwohl sie erst zwei Jahre Orgelunterricht hat, überzeugte Nachwuchsorganistin Saskia Pröls mit einem gekonnten Vortrag.
Kultur
Vilseck
07.10.2016
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Großen Beifall ernteten die Mitwirkenden des Benefizkonzerts (vorn, von links): Lukas Schöpf, Saskia Pröls, Franziska und Ronja Rosemann sowie das Vokalensemble Vox Aeterna (dahinter); hinten links Franz-Josef Einhäupl, Vorsitzender des Vereins "Vilseck gibt Hoffnung". Bild: rha

Kräftig und langanhaltend war der Applaus, der am Ende des Konzerts durch das Gotteshaus St. Ägidius in Vilseck schallte. Die mitwirkenden Künstler hatten ihr Bestes gegeben, und das war eine ganze Menge. Ihr Bestes, nämlich Bargeld, gaben auch die begeisterten Zuhörer für einen guten Zweck.

Der Vorsitzende des Vereins "Vilseck gibt Hoffnung", Franz-Josef Einhäupl, zeigte sich sicher, dass er Pater Gerhard Lagleder für sein Aids-Hilfe-Projekt in Südafrika eine stolze Spendensumme überreichen kann.

Eine Plattform für junge Musiker und Sänger war das Benefizkonzert in der Pfarrkirche. Lukas Schöpf aus Gressenwöhr zeigte an der Orgel, was er mit seinen 14 Jahren schon zu leisten vermag. Eine Kostprobe seines Könnens gab der talentierte Nachwuchsorganist gleich zu Beginn mit dem Präludium in C-Dur von Johann Sebastian Bach und dem Andante von August Wilhelm Bach.

Glänzende Organistin


Auch Saskia Pröls aus Vilseck glänzte als Organistin. Die 19-Jährige, die erst seit zwei Jahren Orgelunterricht hat, aber bereits elf Jahre lang Klavier spielt, intonierte gekonnt das Andante von Robert Führer sowie Präludium und Fuge in F von Johann Sebastian Bach.

Mit geistlichen und weltlichen a-capella-Sätzen, präzise und dynamisch vorgetragen, bot das Vokalensemble Vox Aeterna aus Amberg Chorgesang in höchster Vollendung. Mit einer Auswahl aus ihrem umfangreichen Repertoire verzauberten die neun ehemaligen Schüler des Max-Reger-Gymnasiums (Amberg) das Publikum. Die gute Akustik des Gotteshauses machte die Vorträge zu einem wahren Hörgenuss.

Die jungen Sänger verzauberten unter anderem mit "Alles Leben strömt aus dir" von Johann Heinrich Tobler und mit "Time after time" von Carsten Gerlitz. Mit "Penny Lane" von den Beatles, dem afrikanischen Siyahamba und "I'm a train" verstanden sie es, ihre Zuhörer nicht nur gesanglich, sondern auch gestenreich zu überzeugen.

Ein Ohrenschmaus besonderer Art waren die Geigenstücke von Franziska und Ronja Rosemann aus Sorghof. Fast schon profihaft gekonnt und mit großem Einfühlungsvermögen trugen die beiden hochbegabten Schwestern, 18 und 15 Jahre alt, das Duo für zwei Violinen von August Nolck und den Ungarischen Tanz von Fereol Mazas vor.

Für Aids-kranke Kinder


"Wer nicht da war, hat etwas verpasst", meinte Einhäupl, der durch das Programm führte. Er sei stolz auf die Künstler aus der Region, betonte er. Diese hätten gezeigt, "dass es um den musikalischen Nachwuchs hierzulande gut bestellt ist". Sein Dank galt in erster Linie den Mitwirkenden, die zugunsten Aids-kranker Kinder allesamt unentgeltlich aufgetreten waren.

Namens der Stadt Vilseck dankte 3. Bürgermeister Heinrich Ruppert dem Verein "Vilseck gibt Hoffnung" für die kontinuierliche Unterstützung von Pater Lagleders Missionsstation und überreichte einen Spendenscheck. Pater Gerhard Lagleder wird am Samstag, 15. Oktober, um 18.30 Uhr die Vorabendmesse in Vilseck feiern.

Mit dem gemeinsam gesungenen Lied "Großer Gott, wir loben dich", an der Orgel Saskia Pröls, setzten die Besucher zusammen mit der Gruppe Vox Aeterna und dem Geigenduo Rosemann einen beeindruckenden Schlusspunkt.
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