Norbert Neugirg und die Altneihauser Feierwehrkapell’n in Vilseck
Sauerkraut-Dunst in Christmette

Kultur
Vilseck
23.12.2015
54
0

Die paar anwesenden Franken könne er förmlich riechen, meinte Norbert Neugirg, als er mit dem Krippenlöschzug seiner Altneihauser Feierwehrkapell'n im ausverkauften "Hans-Martin-Schertl-Gedächtnis-Stodl" in der Burg Dagestein zu seiner Lesung mit "weihnachtlicher Brandrodung" auftrat.

Vilseck. (zip) Gleich zu Beginn warnte Norbert Neugirg die zahlreichen Zuhörer, dass sie sich nicht auf einen besinnlichen, sondern eher auf einen besinnungslosen Abend einstellen sollten. Er freute sich, in den historischen Räumen der Burg Dagestein auftreten zu dürfen, "die ja nur restauriert werden konnten, weil die Vilsecker von den Amerikanern Schmerzensgeld wegen des Schießlärms bekommen".

Komfortable Krippen


Mit sprachlicher Raffinesse und Spitzfindigkeit ging Neugirg auf viele Themen aus der Weihnachtszeit ein. Beispielsweise verglich er die Kinderkrippen mit der Krippe Jesu. Etwas weniger Komfort wäre hier heutzutage auch ausreichend, meinte er. Aufs Korn nahm er den vorweihnachtlichen Budenzauber.

Bezüglich des Winters meinte er, dass der jetzt nicht mehr komme, sondern ausbreche, wenn der Großglockner unter einer 1,5 Zentimeter hohen Schneedecke ersticke. Zum vorweihnachtlichen Einkaufsverhalten fiel Neugirg ein: "Fröhliche Weihnacht überall, wir sehen uns Weihnachten bei Aral." Der Nikolaus habe es heutzutage nicht leicht, denn: "Morgen kommt der Weihnachtsmann, kommt mit seinem Wagen, kommt er mit der Bahn, dann erst in 14 Tagen."

Unter dem Motto "Ins Kraut geschossen" widmete sich Neugirg einer besonderen Wildschweinjagd. Schwierig und langwierig könne sich der Christbaumkauf mit der Ehefrau gestalten. Deshalb sei es besser, diese Aktion erst bei Einbruch der Dunkelheit zu starten, weil dann die Schönheit des Baumes nur ertastet werden könne.

Zugaben erklatscht


Auf den Geist gehen ihm alljährlich die Jahresrückblick-Sendungen. Der Brauch, Bratwürste mit Sauerkraut an Heiligabend zu essen, werde in der Christmette beim Kirchenchor erst so richtig offenkundig. Immer wieder tatkräftig unterstützt von seiner Feierwehrkapell'n brachte Norbert Neugirg die Zuhörer mit seinen außergewöhnlichen Erlebnissen in der Weihnachtszeit zum Lachen. Das Publikum spendete stürmischen Beifall und forderte Zugaben, bis, wie Neugirg meinte, "das geringe Eintrittsgeld endgültig aufgebraucht" war.
Weitere Beiträge zu den Themen: Norbert Neugirg (29)Burg Dagestein (23)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.