Reihe „Kirche und Wirtshaus mit Pfiff“ macht Station in Vilseck
St. Ägidius und Hirschen-Wirt

Die Stadtpfarrkirche St. Ägidius mitten in Vilseck ist am Sonntag erste Station bei "Kirche und Wirtshaus mit Pfiff". Bild: Hartl
Kultur
Vilseck
03.09.2016
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In der Stadtpfarrkirche St. Ägidius in Vilseck macht am Sonntag die Reihe "Kirche und Wirtshaus mit Pfiff" Station. Das Hotel Angerer mit dem dazugehörigen Gasthof zum Hirschen steht im Mittelpunkt des weltlichen Teils.

Treffpunkt für alle Interessenten ist am Sonntag, 4. September, um 16 Uhr (Gebühr vier Euro) an der Kirche St. Ägidius, in unmittelbarer Nähe der Befestigungsanlage und von Resten eines ehemaligen Stadttores aus dem 11. Jahrhundert. Romanische Baureste im Kirchturm und in der angrenzenden Nordwand zeugen von einem Vorgängerbau. Nach Fertigstellung der Stadtbefestigung wurde 1407 mit dem Anbau der Pfarrkirche begonnen. Es entstand ein gotischer Chor mit Kreuzrippengewölbe und Langhaus. Der auffallend spitze Helm des Turms betonte die Zugehörigkeit zum Bistum Bamberg. Fünf Jahre später weihte Bischof Albertus III. von Bamberg die neue Kirche dem Pfarrpatron St. Ägidius, da der Bau an dessen Namenstag begonnen worden war.

Bei den Seitenaltären befinden sich heute neben sechs kostbaren Relieftafeln des ehemaligen Flügelaltars von 1520, die der Dürer-Schule zugeschrieben werden, 14 geschnitzte Nothelfer aus der St.-Leonhard-Kapelle. Sie waren vom Bildersturm verschont geblieben. 1751 wurde das gotische Langhaus durch ein barockes ersetzt und mit Hochaltar, Seitenaltären, Empore, einem reich verzierten Orgelgehäuse und etwas später mit einer Rokokokanzel ausgestattet. Die St.-Ägidius-Kirche veranschaulicht somit die Baustile zahlreicher Epochen.

In jüngster Vergangenheit (im Januar 2013) richtete ein Brand erheblichen Schaden an. Nach umfangreicher Restaurierung erstrahlte die Kirche in der Osternacht 2015 in neuem Glanz. Neben der Kirche lohnt sich ein Abstecher zum benachbarten Zwingerfriedhof. Nach der Kirchenführung durch Architekt Johann Ernst geht es zum Hotel Angerer in den Gasthof zum Hirschen.

Als dieser 1557 erbaut wurde, diente er als Taverne und Bewirter für die nahe Burg Dagestein. Seit der Übernahme in Familienbesitz im Jahre 1666 wird der Gasthof nun in der 14. Generation weitergeführt. Unter anderem zeugen ein historisches Gewölbe sowie ein kunstvoll verziertes Stadtwappen aus Holz von der ereignisreichen Geschichte. Heute besuchen das Traditionshaus auch gerne internationale Gästen. Heimische Schmankerl und internationale Küche werden im Restaurant serviert. Wildgerichte und Geflügel, sowie Karpfen und Forellen aus eigenen Gewässern sind die Spezialitäten.

Für die Bewirtung stehen ausreichend Räumlichkeiten zur Verfügung. Ratskeller, Zunftstube, Gastzimmer und großer Bürgersaal - jeder Gastraum wartet mit individuellem, historischem Ambiente auf. Vom großen idyllischen Biergarten im Innenhof hat man einen wunderbaren Blick zur Burg Dagestein. Die Terrasse direkt vor dem Eingang liegt am Eingang des Marktplatzes, wo der Vogelturm, das Wahrzeichen der Stadt, zu sehen ist.

Das Projekt "Kirche & Wirtshaus mit Pfiff" der Kulturwerkstatt Sulzbach-Rosenberg wird mitgetragen von der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB), vom Evangelischen Bildungswerk (EBW), von den Städten Amberg und Auerbach, vom Landkreis und der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils Ehenbach .
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