Robert Coyne zu Gast in Vilseck
Bilder und Musik

Robert Coyne. Bild: hfz
Kultur
Vilseck
01.04.2016
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Der Zehentkasten der Burg Dagestein hat sich längst zu einem Kulturkasten gemausert. Die Kleinkunstreihe beginnt am Freitag, 15. April, um 20 Uhr mit der Vernissage der Ausstellung über den verstorbenen Rockmusiker und Maler Kevin Coyne. Einen Namen hatte sich Coyne, der 1944 im englischen Derby geboren wurde und 2004 in Nürnberg starb, vor allem als Rockmusiker gemacht. Doch selbst sah er sich in erster Linie als Maler.

Unter dem Titel "Schräge Vögel - Weird Birds" sind bisher unbekannte Zeichnungen und Malereien aus seinem Nachlass zu sehen. Dabei treffen sich Comic-Strolche mit dem dicken Elvis, seltsame Typen mit Fabelwesen und verrückte Menschen erzählen wilde Geschichten. Es geht so turbulent zu wie in Coynes Leben. auch. Die Arbeiten gewähren bisher kaum gezeigte Einblicke in die stets skurrile Welt des Künstlers, der in einem seiner Gedichte schrieb: "Ich kann nicht und ich muss auch nicht begreifen, was das alles zu bedeuten hat. Aber es ist ergreifend und schön."

Seine Witwe Helmi, ihr Sohn Robert sowie der bayerische Filmemacher Boris Tomschiczek (Landfrauenküche, Stofferl Wells Bayern) werden bei der Vernissage anwesend sein. Tomschiczeks 30-minütiger Kevin-Coyne-Film "One Room Man" wird gezeigt. Die Ausstellung läuft bis Sonntag, 29. Mai, und ist an Sonn- und Feiertagen jeweils von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Kevin Coynes Sohn Robert gibt am Samstag, 16. April, um 20 Uhr ein Konzert unter dem Titel "I still have this Dream". Der in London lebende Künstler sieht seine Musik als "Lob der Schlichtheit": "Ich arbeite bevorzugt alleine. Dadurch wird mein Zeug beinahe zwangsweise funktional, es kommt ohne Schnörkel aus." Bei der CD-Premiere wird er von Werner Steinhauser (Schlagzeug) begleitet, der langjähriger Drummer in der Kevin-Coyne-Band war. Tickets gibt es im Internet (www.nt-ticket.de).
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