Veranstaltung vom Liederkranz Vilseck sehr gut besucht
Mit Chorgesang die Vils entlang

Dass Gesang und Musik zusammengehören, zeigte das Nachwuchsorchester des Musikvereins Vilseck beim gemütlichen Teil am Pavillon in den Vilsauen.
Kultur
Vilseck
07.06.2016
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Der Männergesangverein Kürmreuth erfreute die zahlreichen Zuhörer am neuen Fitnessparcours in den Vilsauen.

"Das muss der Liederkranz unbedingt wiederholen." Keine zwei Meinungen gab es unter den zahlreichen Besuchern. Mit seinem Chorsingen der Vils entlang hatte der Gesangverein Vilseck eine wahre Völkerwanderung ausgelöst.

Wegen eines heftigen Gewitters am Sonntagmorgen hatte bereits die Absage gedroht. Doch das Organisationsteam um Franz Kussinger bewies Mut. So wurde die Eisenskulptur im Turmgarten, die den Namen Courage trägt, zum Symbol der Veranstaltung. Moderator Franz Hasenstab benannte das Kunstwerk dennoch in Weiherhex um. Der gastgebende Chor unter Leitung seiner jungen Dirigentin Saskia Krügelstein scharte zu Beginn die Zuhörer am Weihertor um sich. Er eröffnete den Liederreigen mit "Am Sonntag will mein Süßer mit mir segeln geh'n" und fand dann: "Heaven is a wonderful Place". Mit dem afrikanischen "Nignesy Ponono" zeigte das Ensemble unter anderem im Wechsel von Piano und Forte, was es drauf hat. Als Kontrast zu diesem Zulu-Gesang präsentierte der Liederkranz im Oberpfalzlied die Sehenswürdigkeiten und Gepflogenheiten Vilsecks. Den Text hierzu hatte vor etwa 50 Jahren der damalige Stadtrat Adolf Kaiser verfasst.

Die Mitwirkenden und eine sehr große Besucherschar wanderten weiter zum neuen Fitnessparcours, wo die Männerstimmen von Edelweiß Kürmreuth erklangen. Der Chor um Dirigent Wolfgang Prasse stellte mit "Lied - unser Band" symbolisch die Verbundenheit der Menschen zum Gesang dar. Wenn die Zuhörer auch den Schatten suchten, zeigten sie doch mit viel Beifall ihre Freude am Sonnenschein, die im Lied "Musik ist wie die Sonne" zum Ausdruck kam. Schließlich erfuhren sie noch, wie es ausging, als "Auf einem Baum ein Kuckuck saß".

Stimmlich ausgewogen


Unter Leitung von Heinz Krob gab der Kirchenchor Schlicht bei der Skulptur der Flussgeister seine Lieder zum Besten. Stimmlich ausgewogen erklangen "Funkelnd wie die Sonne" und "In meines Vaters Garten". Mit viel Leichtigkeit zeigten die 15 Sänger bei der Amboss-Polka, dass auch ein kleiner Chor stimmlich Großes zu leisten vermag. Mit Arcobaleno, dem Regenbogen, krönten sie ihren Auftritt und ernteten viel Applaus.

Beeindruckender Auftritt


Den abschließenden Part des Vilssingens bildete der Männerchor Ehenfeld in der großen Flusskurve nahe dem Pavillon. Mit Leiterin Saskia Krügelstein erklangen "Schwinge dich auf mein Lied" und "Wenn alle Brünnlein fließen". Die ausgewogenen Tenor- und Bassstimmen priesen gern auch das gute Wetter mit "So wahr die Sonne scheinet". Sie beschlossen ihren beeindruckenden Auftritt mit dem Ehenfeld-Lied, einer Hymne auf ihren Heimatort.

Am Pavillon endete die Wanderung durch die Vilsauen. Hier ließ man sich Kaffee und Kuchen munden und so manchen musikalischen Leckerbissen, den das Nachwuchsorchester des Musikvereins unter Florian Schertl auftischte. Bürgermeister Hans-Martin Schertl, der dem Vorsitzenden Franz Eschenwecker einen Zuschuss überreichte, lobte das Engagement des Liederkranzes und freute sich, dass so viele Besucher den Chorgesang in den renaturierten Vilsauen hören wollten.
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