Zweimal Coyne am Freitag und Samstag, 15./16. April, auf Burg Dagestein
Vaters Bilder, Sohnemanns Musik

Robert Coyne tritt im Vilsecker Zehentkasten auf. Bild: hfz
Kultur
Vilseck
07.04.2016
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Der Zehentkasten in der Burg Dagestein hat sich zum Kulturkasten gemausert. Die dortige Kleinkunstreihe 2016 beginnt bereits am Freitag, 15. April, um 20 Uhr mit der Vernissage zur Ausstellung von Kevin Coyne, einem verstorbenem Rockmusiker und Maler. Die hat den Titel Schräge Vögel/Weird Birds und umfasst Zeichnung und Malerei.

Einen Namen machte sich Kevin Coyne (geboren 1944 in Derby/England, gestorben 2004 in Nürnberg) vor allem als Rockmusiker. Doch eigentlich sah sich Coyne in erster Linie als Maler. In Vilseck sind bisher unbekannte Werke aus seinem Nachlass zu sehen. Hier treffen sich Comic-Strolche mit dem dicken Elvis oder seltsame Typen mit Fabelwesen. Verrückte Menschen erzählen wilde Geschichten. Es geht turbulent zu, so wie im Leben von Kevin Coyne auch. Die Arbeiten geben bisher kaum gezeigte Einblicke in die stets skurrile Welt des Künstlers, der in einem seiner Gedichte schrieb: "Ich kann nicht und ich muss auch nicht begreifen, was das alles zu bedeuten hat. Aber es ist ergreifend und schön."

Seine Frau Helmi Coyne, ihr Sohn Robert Coyne sowie der bayerische Filmemacher Boris Tomschiczek (Die Landfrauenküche, Stofferl Wells Bayern) werden bei der Vernissage anwesend sein. Der Kevin-Coyne-Film "One Room Man" (30 Minuten) wird bei der Vernissage und während der Öffnungszeiten (bis Sonntag, 29. Mai, an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 17 Uhr) gezeigt.

Unter dem Titel "I Still Have This Dream" gibt am Samstag, 16. April, um 20 Uhr Robert Coyne im Kulturkasten ein Konzert. Robert Coyne zählt zu den interessantesten Singern/Songwritern unserer Zeit. Mit "I Still Have This Dream" (2016) beendet der in London lebende Musiker - nach "The Obscure Departement" (2013) und "Golden Arc" (2014) - seine Trilogie mit dem legendären Can-Schlagzeuger Jaki Liebezeit. Robert Coyne sieht seine Musik als "Lob der Schlichtheit": "Ich arbeite bevorzugt alleine. Dadurch wird mein Zeug beinahe zwangsweise funktional, es kommt ohne Schnörkel aus." Seine Songs erzählen von Beobachtungen und Begegnungen aus dem Alltag, sind fein und leise gewoben und voller Wärme und Tiefgang.

Bei der CD-Premiere wird er von Werner Steinhauser am Schlagzeug begleitet, dem langjährigen Drummer in der Kevin-Coyne-Band. Tickets gibt es bei www.nt-ticket.de, Informationen im Internet (www.vilseck.de).
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