AOVE bietet erstmals Kinaesthetics-Aufbaukurs an
Auch Helfen will gelernt sein

Zum Abschluss des ersten Aufbaukurses für pflegende Angehörige erhielten die Teilnehmer ihre Urkunden. Mit ihnen freuten sich (hinten von links): AOVE-Geschäftsführerin Waltraud Lobenhofer, 3. Bürgermeister Heinrich Ruppert, Jan Titschkowski (Barmer GEK), Heimleiterin Ingeburg Dolles und stellvertretende Pflegedienstleiterin Diana Wilhelm. Kinaesthetics-Trainerin Margret Hirsch (vorn, Zweite von rechts) lobte den Lerneifer. Bild: rha
Lokales
Vilseck
09.11.2015
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"Ich kann es mir gar nicht vorstellen, wie man die Pflege zuhause ohne Unterstützung schaffen kann", meinte ein Teilnehmer am ersten Kinaesthetics-Aufbaukurs im Programm für pflegende Angehörige, den die AOVE-Koordinierungsstelle "Alt werden zuhause" als einzige Organisation oberpfalzweit anbietet. Die sechs Teilnehmer erhielten nach zwei Kurs-Wochenenden mit insgesamt 21 Unterrichtseinheiten ihre Abschlusszertifikate.

Im Phoenix-Lebenszentrum in Vilseck fand die ausgebildete Kinaesthetics-Trainerin Margret Hirsch beste Voraussetzungen für ihren Kurs vor. Übungsraum, Pflegebett und Rollstuhl stellte Heimleiterin Ingeburg Dolles kostenlos zur Verfügung. Nach einem Grundkurs für pflegende Angehörige konnten die Teilnehmer neue Ideen in Sachen Pflege erproben und vertiefen. Welche Hilfsmittel kann man einsetzen? Wie vermittle ich dem Kranken ein Wohlgefühl? Welche Griffe entlasten meinen Rücken? Diese und viele andere Fragen beantwortete Hirsch anhand der Kinaesthetics-Konzepte und körperorientiertem Arbeiten.

Waltraud Lobenhofer von der AOVE informierte, dass seit 2009 elf Basiskurse mit mehr als 100 Teilnehmern aus dem Landkreis und darüber hinaus abgehalten wurden. Sie zeigte sich erfreut über den nun oberpfalzweit ersten Aufbaukurs, dem weitere folgen werden. Es gebe noch so viele Menschen, die von Kinaesthetics nichts wüssten und denen deshalb so viel Hilfe versagt bleibe, meinte sie. Hier sei noch wichtige Aufklärungsarbeit zu leisten.

Jan Titschkowski, Sachgebietsleiter Pflegeversicherung der Barmer GEK Regensburg, machte sich selbst ein Bild von der großen Hilfe, die pflegenden Angehörigen hier gelehrt wurde, und sah das Geld, das seine Krankenkasse dafür aufwendet, bestens angelegt. Im Namen der Stadt Vilseck dankte 3. Bürgermeister Heinrich Ruppert den zusammenarbeitenden Organisationen.
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