Aus nah und fern sind sie gekommen zum großen Ritterlager auf der Burg Dagestein. Als Hausherr empfing Graf Werintho, Schenk von Reicheneck und Bischof von Bamberg Könige, Grafen und kirchliche Oberhäupter mit ihren Gefolgsleuten zu dem Spektakel.
Wackere Recken zücken Schwert

Falkner präsentierten den Zuschauern ihre Vögel.
Lokales
Vilseck
18.05.2015
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(zip) Rupprecht von der Pfalz, König des Heiligen Römischen Reiches, und Sigismund, König von Böhmen und Ungarn, reisten auf der Goldenen Straße zum Reichstag nach Nürnberg. Dabei machten sie in Vilseck Station und hielten Hof. Um die allerhöchsten Herrschaften zu unterhalten, zeigten tapfere Recken, berühmte Feuergaukler und böhmische Spielleute ihr Können. Dabei wurde aufgetischt, was das Land hergab. Die Zuckerbäckerin verwöhnte mit Süßigkeiten und allerlei exotischen Gewürzen. Orientalische Hanffladen, süffiger Dagesteiner Rittertrunk, Met und vieles mehr wurden angeboten.

Das Volk wurde mit allerlei Kurzweil unterhalten. Händler und Handwerker verwandelten den Burghof in einen mittelalterlichen Markt. In der Schmiede wurden die Pferde der Rittertruppen versorgt. Drechsler, Seifenmacher, Seiler oder Korbflechter ließen sich über die Schulter schauen, erklärten ihr Handwerk und luden zum Mitmachen ein. Manch junger Ritter ließ sich hier ein Holzschwert anfertigen. Burgfräuleins freuten sich über einen Jungfernkranz. Die Musiker der Gruppe Rebule waren mit aus dem fernen Prag angereist, um die Besucher mit ihren historischen Liedern zu erfreuen. Junge Tänzerinnen rissen das Publikum mit ihren bunten Bänderreigen mit. Viele raubeinige Gesellen trieben sich im Burghof herum. Aber auch anmutige Burgfräulein zogen die Blicke auf sich. Aus dem Orient mischte sich eine Karawane mit Kamelen unter die Besucher und bot Ausritte an.

Nach dem Einzug in die Burg Dagestein begrüßte Graf Werintho seine Gäste. Anschließend ging es zum Lager unterhalb der Burg, wo die Ritter ihre Zelte aufgeschlagen und zum Teil schon die Nacht verbracht hatten. Auf der Turnierwiese präsentierten Falkner ihre Vögel. Ritter lieferten sich zu Pferde und zu Fuß erbitterte Schaukämpfe. Zu später Stunde war im Hof ein beeindruckendes Feuerspektakel zu bewundern.
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