Axtheid-Berg: Zum Fest-Auftakt predigt Monsignore Franz Meiler in seiner Heimatgemeinde
Werte nicht aufgeben, wenn's schwierig wird

Lokales
Vilseck
14.09.2015
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Erstaunlich viele Gläubige zogen mit Stadtpfarrer Johannes Kiefmann und dem Allerheiligsten hinauf zur Bergkirche. Die neue Pfarreiengemeinschaft Vilseck-Schlicht-Sorghof legte ein eindrucksvolles Bekenntnis ihres Glaubens ab. Viele Kinder und ihre Eltern begleiteten die Prozession nach Axtheid-Berg. Auch die Bläser des Musikvereins waren dabei.

Zum Gottesdienst begrüßte Stadtpfarrer Kiefmann besonders Monsignore Franz Meiler aus Amberg/St. Martin: Dieser freute sich, in seiner Heimatgemeinde das Bergfest eröffnen zu dürfen. Er hatte ein eigenes Liedblatt mitgebracht, mit Texten aus seiner Feder, und alle sangen kräftig mit. Der Kirchenchor Vilseck ließ unter Leitung von Franz Winklmann seine Stimmen erschallen. Ein schwieriges Predigtthema habe man ihm gegeben, merkte Franz Meiler schmunzelnd an - "Chance und Hoffnung in der Diskussion zum Sakrament der Ehe". Da würden die Leute sagen: "Da redet einer von Ehe und Familie - und hat keine". Meiler aber betonte, dass Priester das Familienleben aus ihrer Kindheit und Jugend sehr wohl kennen. Mann und Frau, Vater und Mutter, hätten es heute nicht leicht. Wer aber wirklich liebe, wisse, dass eine Beziehung ohne Opfer nicht funktioniert. "In diesem anstrengenden Beruf ist Verantwortung und Sorge um die Kinder bis zum Ende gefragt", betonte er: Einer trage des anderen Last. Grundwerte dürften nicht über Bord geworfen werden, wenn es schwierig werde.

Die vielen Kirchenaustritte nannte Meiler besorgniserregend. Manche seien enttäuscht, weil die Kirche Gescheiterten nicht entgegenkomme. "Dennoch halten 86 Prozent der Deutschen die Familie für wichtig. Aber es wünschen sich auch 84 Prozent eine Religion im modernen Gewand", sagte Meiler. Dazu hoffe man auf Ergebnisse auf der Weltbischofssynode, die vom Sonntag, 4., bis Sonntag, 25. Oktober, in Rom stattfindet. Besonders schuldlos Geschiedene erwarteten konkrete Aussagen. "Beten wir in dieser Bergfestwoche für ein Gelingen der Synode und um ein verstärktes Christentum für unsere eigenen Familien", sagte Meiler.
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