"Bayrisch-Böhmisch" lautete das Motto, das der
Musikalische Brücke nach Pilsen

Der Heimat- und Kulturverein hatte unter dem Motto "Wirtshausmusikanten" in den Burghof eingeladen. Für gute Unterhaltung sorgten neben der Schlichter Rentnerband auch Christa, Josef und Egon Zapf, Manfred Frischmann, Nico Simon und der Liederkranz Vilseck (von links). Vorsitzende Elisabeth Hammer (Vierte von links) führte durch das Programm. Bild: rha
Lokales
Vilseck
06.07.2015
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Heimat- und Kulturverein für seine Veranstaltung Wirtshausmusikanten gewählt hatte. Der Anlass: Pilsen ist in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas und im Mittelalter führte die Goldene Straße zwischen Nürnberg und Prag auch über Vilseck und Pilsen.

(rha) Zwar stammten die Sänger und Musikanten ausschließlich aus Bayern, doch hatten sie auch böhmische Musik und Lieder in ihrem Repertoire.

Den zünftigen Auftakt machte die Schlichter Rentnerband mit ihrem Leiter Hans Hufsky, der ein Garant für gute traditionelle Blasmusik ist und dies mit seinen Musikanten eindrucksvoll unter Beweis stellte. Ebenso flott setzte der Liederkranz Vilseck das Motto um und ließ sich mit dem alten Lied "Weint mit mir, ihr Wirte und ihr Bräuer" hören. Im Kanon erklang "Bier muss kühl sein, sonst schmeckt es nicht".

Für den bayerischen Aspekt sorgten die Sänger um Dirigentin Saskia Krügelstein mit dem Zwiefachen "I bin der Wirt vo Stoi". Was allerdings das "Schwarzbraune Maderl" auf die Frage der Sänger, "Derf i amal kumma bei der Nacht zu Dir?", antwortete, kann hier nicht im Einzelnen wiedergegeben werden. Voll des Staunens waren die überaus zahlreichen Zuhörer, als der zehnjährige Nico Simon aus Aschach im Burghof auf seiner Ziehharmonika aufspielte. Und weil er nicht nur ein ausgezeichneter Musikant ist, erntete Nico auch noch singend in seiner gemütlich-ruhigen Art für die Lieder "Auto kaputt" und "Mir san zwoa dumme Teifl" reichlich Beifall.

Exzellent spielten danach Christa, Josef und Egon Zapf mit Hackbrett, Gitarre und Bassgeige auf. Als ihr Kollege Manfred Frischmann vom Haselmühler Musikerstammtisch wunderschöne Stücke auf seinem Akkordeon zum Besten gab, hätte man im Burghof eine Stecknadel fallen hören können.
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