Biber lässt Anwalt kalt

Der Wasser- und Bodenverband für die sogenannte untere Vils wird mit diesen Leuten weitere fünf Jahre seine Arbeit fortsetzen (von links): Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Kassier Rosi Hasenstab, Georg Fenk, Franz Kugler, Robert Richter (Bima), Hans Näger, Markus Prechtl, Ägidius Weiß, Sigrid Stepan (Landratsamt), Marlies Rumpler und Vorsitzender Christian Ströll-Winkler. Bild: rha
Lokales
Vilseck
05.05.2015
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Der Rechtsstreit in Sachen Bruckmühle ist längst abgeschlossen. Seitdem hat der Wasser- und Bodenverband der Vilsregulierung Vilseck keine größeren Probleme mehr. Außer vielleicht mit dem Biber, der sich allerdings auch von Anwälten nicht in die Schranken weisen lässt.

Manchmal macht das Tier dem Verband einen Strich durch die Rechnung, berichtete Vorsitzender Christian Ströll-Winkler bei der jüngsten Versammlung. Da der Biber aber geschützt ist, sei ihm und den Schwierigkeiten, die er verursacht, mitunter nicht so leicht beizukommen. Bei dem im Turnus von fünf Jahren stattfindenden Treffen teilte der Vorsitzende ferner mit, dass bei verschiedenen Maßnahmen noch offene Fragen zu klären seien. So liefen derzeit Gespräche mit dem Straßenbauamt wegen der Entwässerung am Kreisverkehr bei Axtheid-Berg.

Den Anträgen auf Gräbenreinigung konnte der Verband nach seiner Auskunft zügig nachkommen. Allerdings habe man dabei auch Rücksicht auf Gesetz und Naturschutz nehmen müssen. Schatzmeisterin Rosi Hasenstab gab einen erfreulichen Kassenbericht: Die dem Landratsamt Amberg-Sulzbach als Aufsichtsbehörde vorgelegten Haushaltspläne seien stets ohne Beanstandungen genehmigt worden.

Für weitere fünf Jahre wurden anschließend alle Ausschussmitglieder in ihren Ämtern bestätigt. Für die Stadt Vilseck Ägidius Weiß und Marlies Rumpler; für Schlicht Franz Kugler und Markus Prechtl; für die Gemarkung Gressenwöhr Georg Fenk und Hans Näger; für die Gemarkung Langenbruck sind die Bundesanstalt für Immobilien (Bima) und Joachim Götz zuständig.

Peter Fröhlich vom Wasserwirtschaftsamt Weiden sprach den ökologischen Ausbau der Vils an. Die Maßnahme sei für die Stadt Vilseck und ihre Bevölkerung sowie für Natur und Umwelt eine große Bereicherung. Inzwischen würden sich auch andere Gemeinden für eine Renaturierung ihrer Gewässer interessieren. Somit wäre das Projekt in Vilseck ein Vorbild für weitere Vorhaben.

Bürgermeister Hans-Martin Schertl wies in diesem Zusammenhang auf die offizielle Einweihung in den Vilsauen hin, die am Montag, 18. Mai, zusammen mit der bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf gefeiert wird. Dem gut funktionierenden Wasser- und Bodenverband mit seinem "rührigen Vorstand" dankte er für die geleistete Arbeit "über viele Jahre hinweg".
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