"Bürgermeister nervös gemacht"

Die beiden Hauptmatadore des politischen Abends der CSU Vilseck: Landtagsabgeordneter und Kreischef Harald Schwartz sowie Fraktionsvorsitzender Markus Graf. Bild: ct
Lokales
Vilseck
27.03.2015
3
0

Zum Starkbier servierte die Vilsecker CSU ihren Gästen deftige politische Kost. Fraktionsvorsitzender Markus Graf nahm dabei vor allem den Rathauschef in die Mangel.

Über ein gut gefülltes Haus freute sich Markus Graf, Fraktionsvorsitzender der Vilsecker CSU beim Politischen Abend mit Bockbierfest im Gasthof Hammer. Gleich zu Beginn blendete er auf die Kommunalwahl zurück. Mit einer homogenen und einsatzfreudigen Mannschaft und vielen Unterstützern sei es gelungen, nicht nur den amtierenden Bürgermeister "nervös zu machen", sondern auch zwei Mandate im Stadtrat hinzuzugewinnen.

Wie hoch die Freien Wähler "trotz ihrer vielfach wiederholten Lippenbekenntnisse" den Bürgerwillen einschätzten, sei spätestens bei der Wahl der weiteren Bürgermeister deutlich geworden. Damals hätten die Freien Wähler aus Eigennutz wieder miteinander paktiert, um ihn, Markus Graf, als den Stadtrat mit den meisten Stimmen, auszubremsen. Trotzdem arbeite die CSU konstruktiv im Stadtrat und den verschiedenen Ausschüssen mit und versuche die Stadtentwicklung voranzubringen. Zahlreiche Initiativen wie ein Fußweg zum Sportplatz in Sorghof, die Gestaltung der Ortseinfahrt Schlicht oder die Zurückstellung des Ausbaus der Schlossgasse seien auch von den anderen Gruppierungen aufgegriffen, zum Teil aber als ihre Leistungen verkauft worden.

Versprechen unhaltbar

Momentan habe der Vilsecker Stadtrat bei den Straßenausbaubeiträgen für die Bahnhofstraße wieder einmal "mit nicht mehr haltbaren früheren Versprechungen" des Bürgermeisters zu kämpfen und ringe um eine tragbare Lösung.

Landtagsabgeordneter Harald Schwartz fand lobende Worte für die engagierte Arbeit der CSU in Vilseck und des Fraktionsvorsitzenden Graf. In seinem Blick auf die Landespolitik ging er vor allem auf die Finanzen ein und betonte, dass der Haushalt Bayerns seinesgleichen suche. Im Gegensatz zu anderen hochverschuldeten Bundesländern, die weiterhin kräftig Schulden machten, baue Bayern trotz viel geringerer Verschuldung weiter seine Schulden ab. Eine große Problematik seien derzeit die vielen Flüchtlinge, die in den Kommunen untergebracht werden müssen. Auch wenn man genauer hinschaue, um Asylmissbrauch zu vermeiden, sei Bayern keineswegs ausländerfeindlich, betonte Schwartz. Junge-Union-Vorsitzender Jonas Dittrich setzte sich kritisch mit der Bildungspolitik in Bayern auseinander. Dass auch die Stimmung bei diesem politischen Abend sehr gut war, dafür sorgten das süffige Bockbier und die Schlöichta Plattföiß.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.