Burg-Stodl platzt bei Adventskonzert des Heimat- und Kulturvereins dennoch aus allen Nähten
"Schöi langsam wird's staad"

Alt und Jung schlugen sich beim Adventskonzert des Heimat- und Kulturvereins Vilseck nicht nur wacker, sondern ergänzten sich auch perfekt bei diesem gemeinsamen Auftritt. Links im Bild das Bacher-Quartett mit den Schwestern Rosemann, Hans Kiener und Sigi Winter. Bild: zip
Lokales
Vilseck
17.12.2014
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Bis auf den letzten Platz war der Kirwa-Stodl in der Burg Dagestein Vilseck beim adventlichen Konzert des Heimat- und Kulturvereins besetzt. Vorsitzende Elisabeth Hammer hatte auch heuer wieder hochkarätige Interpreten zu der Veranstaltung unter dem Titel "Musikalisch af Weihnachtn zou" eingeladen.

Den Anfang machte das Bacher-Quartett mit dem "Glockenmenuett". Während des ganzen Abends boten die vier Herrschaften der reiferen Generation Dora Liebl (89 Jahre alt, am Hackbrett), Bernhard Liebl aus Röthenbach (91 Jahre), Willi Köllner aus Utzmannsbach/Simmelsdorf (91, ebenfalls Akkordeon) und Hellmut Zorn aus Neutras (75 Jahre, Gitarre) beste staade Weisen.

Hammer erzählte vom Erlebnis eines Flüchtlingskindes nach dem Zweiten Weltkrieg, als es das erste Weihnachten in der neuen Heimat verbrachte "und leider vom Christkind überhaupt nichts geschenkt bekam". Die Trachtendamen des Heimat- und Kulturvereins trugen ergänzend das Lied "Schöi langsam wird's staad" vor.

Zur musikalischen Unterhaltung leisteten auch Hans Kiener aus Schnaittenbach (Gitarre) und Sigi Winter aus Sulzbach-Rosenberg (Diatonische) mit ruhigen alpenländischen Klängen ihren Beitrag. Agnes Rauscher trug Adventsgedanken vor, bevor der neu gegründete Projektchor unter der Leitung von Franz Winkelmann auftrat.

Er besteht nur aus Damen, die mit den Liedern "In das Warten dieser Welt" und "Wieder naht der heil'ge Stern" mit großer Präzision bestachen. Den "klassischen" Abschluss des Abends machten die Schwestern Franziska, Julia und Ronnja Rosemann aus Sorghof mit Geigen und Cello.

Nach meisterhaft vorgetragenen Stücken von Mozart und Boldini beendeten sie ihre Darbietung mit dem Volkslied "Es ist ein Ros entsprungen". Bürgermeister Hans-Martin Schertl bedankte sich beim Heimat- und Kulturverein für den "schönen Adventsabend, der alle in der hektischen Vorweihnachtszeit doch etwas zur Ruhe kommen ließ". Auch der Kirwa-Stodl in der Burg Dagestein habe dazu den nötigen romantischen Rahmen geboten.
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