Christfest dann in St. Ägidius

Von der Helligkeit des Gotteshauses und den farbenfrohen Deckengemälden waren die zahlreichen Interessenten angenehm überrascht. Fachleute zeigten den Stand der Renovierungsmaßnahme auf. Bild: rha
Lokales
Vilseck
13.11.2014
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Die Christmette in gewohnter Umgebung - für die Vilsecker erfüllt sich damit ein Wunsch. Nach dem Brand dürfte St. Ägidius bis Weihnachten soweit restauriert sein, dass Gottesdienste dort abgehalten werden können.

"Oh, wie schön hell ist es wieder in unserer Kirche": Viele Gläubige, die zu einer Info-Veranstaltung in die Pfarrkirche, die derzeit immer noch eine Baustelle ist, gekommen waren, zeigten sich überrascht und auch erfreut. Gabi Landskron, Fachbauleiterin für Ausstattung, Altäre, Figuren und Leinwandgemälde, pflichtete ihnen bei. "Sie haben eine wunderbare Kirche, freuen Sie sich darüber", sagte die Vertreterin der Restaurierungswerkstätten Landskron aus Regensburg den Vilseckern.

Deckengemälde fertig

Kirchenpfleger Thomas Pröls hofft, dass sich nach der Renovierung das Gotteshaus wieder mit vielen Gläubigen füllen werde. Dass nach nur dreieinhalb Monaten Restaurierungszeit bereits Raumschale und Deckengemälde fertig sind und das Gerüst bis auf wenige Elemente abgebaut werden konnte, sei in erster Linie Architekt Johann Ernst zu verdanken, betonte Pfarrer Dietmar Schindler. Weihnachten wolle man bereits im renovierten Gotteshaus feiern, auch wenn dies noch nicht ganz fertig sei. Johannes Preis, Fachbauleiter für Raumschale und Deckengemälde, blickte zurück auf den Brand der Kanzel im Januar 2013. Man wolle den barocken Charakter des Gotteshauses aus dem 18. Jahrhundert wieder herstellen, betonte er. Wegen der gewaltigen Rauchentwicklung sei die Raumschale im Langhaus komplett schwarz geworden. Durch die große Hitze, die sich bei dem Feuer entwickelt hatte, war es zu Absprengungen von Steinmaterial und zu Farbveränderungen an den Altären gekommen.

Firmen "Dampf" gemacht

Nach einer großflächigen Reinigung wurde ein Konzept zur weiteren Vorgehensweise erstellt. Die komplette originale Weißfassung und die Wiederherstellung der im 19. Jahrhundert übermalten und 1938 wieder freigelegten Deckengemälde waren Teil des Plans. Da Architekt Johann Ernst den Firmen so viel "Dampf" gemacht habe, könne höchstwahrscheinlich, an Ostern 2015 die Maßnahme abgeschlossen werden, betonte Gabi Landskron. Lediglich die aufwändige Rekonstruktion der barocken Kanzel werde noch etwas dauern. (Hintergrund)
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