Colonel Douglas A. Sims verabschiedet sich - Kommandowechsel beim 2. US-Kavallerieregiment in ...
"Ich bin ein Bayer"

Lokales
Vilseck
17.07.2014
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(mor) "Toujours Pret - Allzeit bereit" ist der Wahlspruch der "Dragoons", des 2. US-Kavallerieregiments in Vilseck. Bei einer militärischen Zeremonie erhielt das traditionsreiche Regiment am Mittwoch mit Oberst John V. Meyer III seinen 78. Kommandeur in Folge. Er löst Colonel Douglas A. Sims ab.

Gleichzeitig wechselten die Chefs der sechs Schwadrone des Regiments. Eine Pioniereinheit wurde neu das 7. Schwadron des Vilsecker Regiments aufgestellt. Abordnungen der Einheiten in Vilseck und Grafenwöhr sowie Ehrengäste der Politik und von Behörden verfolgten auf dem High-School-Sportplatz den "Change of Command". Begrüßt wurden stellvertretend für alle Ministerialrat Marcus Mittmeyer von der Bayerischen Staatskanzlei, Brigadegeneral Markus Laubenthal von der Panzerbrigade 12 und der Vilsecker Bürgermeister Hans-Martin Schertl.

Die Militärkapelle der US-Armee in Europa eröffnete die Zeremonie mit der deutschen und der amerikanischen Nationalhymne. Danach wurden die Truppenfahnen von den bisherigen Kommandeuren an die neuen Einheitsführer übergeben.

Verabschiedet wurde auch Command Sergeant Major (Oberstabsfeldwebel) Wilbert E. Engram als ranghöchster Unteroffizier des US-Regiments. Symbolisch wurde der Regimentssäbel an seinen Nachfolger Command Sergeant Major Martin S. Celestine übergeben.

Im Afghanistan-Einsatz

Generalmajor Richard C. Longo, würdigte den scheidenden Kommandeur Colonel Sims für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Nation. Longo, der selbst schon zweimal im 2. US-Regiment gedient hat, dankte Sims und seinen Soldaten vor allem für die Leistungen im Afghanistan-Einsatz, von dem die Vilsecker Truppe erst im Frühjahr zurückkehrte. Longo vergaß auch nicht den Familien zu danken, die die schwere Zeit während des Einsatzes der Soldaten im Ausland alleine zu Hause in Vilseck verbringen mussten. In einer Gedenkminute würdigte General Longo die in Afghanistan gefallenen Soldaten.

In seinen Abschiedsworten dankte Colonel Sims besonders den Bürgermeistern der Partnergemeinden, von denen viele die "Stetson"-Hüte, die traditionelle Kopfbedeckungen der US-Kavallerie, trugen. An Bürgermeister Hans-Martin Schertl überreichte Sims ein Bild des Regiments, für Schertls Frau Gerlinde gab es Blumen. Ein Dankeschön richtete Sims an die Familien, die US-Garnison Bavaria, das US-Ausbildungskommando und die Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" für die Freundschaft und große Unterstützung. Der Colonel würdigte seine Soldaten für deren Leistungen: "Ihr alle habt Geschichte geschrieben. Euer Einsatz hat das Land friedlicher gemacht und die ersten freien Wahlen in Afghanistan ermöglicht!"

Ein Fan von Bayern

Sims freute sich außerdem, dass er den deutschen Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft hier gemeinsam mit vielen deutschen und amerikanischen Fans miterleben durfte. "Kommandeur in Deutschland und ganz besonders in Bayern zu sein, ist etwas ganz Besonderes", schwärmte Sims. "Deutschland ist Weltmeister, es war super, bei so einer Veranstaltung im Land der Gewinner zu sein!" Mit den Worten "Ich bin ein Bayer!" verabschiedete sich der Kommandeur von den Gästen und seiner Truppe. Sims geht nach Fort Carson im US-Bundesstaat Colorado, wo er als Stabschef bei der 4. US-Infanteriedivision fungiert.

Partnerschaften ausbauen

Der neue Kommandeur Colonel Meyer versicherte: "Es erfüllt mich mit Stolz, beim ältesten noch aktiven Regiment der US-Armee zu dienen. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und verspreche, die lange Tradition und die zahlreichen Partnerschaften und guten Beziehungen zu unseren Partnergemeinden und Bundeswehreinheiten fortzuführen und weiter auszubauen."
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