Der Wettergott meinte es gut mit den Vilseckern. Die 28. Burgkirwa erlebte keinen einzigen Regentropfen, und auch Schnee war nicht im Anmarsch. So konnte die Kirwagesellschaft der Feuerwehr trockenen Fußes ihren Baum holen, aufstellen und austanzen.
Bou geschockt vom Blumenstrauß

Lokales
Vilseck
28.10.2015
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(rha) Bis es aber soweit war, musste viel Vorbereitungsarbeit geleistet werden. Doch davor scheuten sich die Floriansjünger und ihre Helfer nicht. Ganz im Gegenteil. Sie hatten zusammen mit ihrer neuen Vorsitzenden Christina Klaus wieder alles bestens organisiert.

Volle Bude

So war am Samstag die Bude, sprich der Kirwastodl, voll besetzt, als Bürgermeister Hans-Martin Schertl das erste Bierfass anzapfte. Die Band Keine Ahnung trug das Ihre zu einem zünftigen Festauftakt bei. Nicht zu verachten war dabei, dass die Gaudi in dieser Nacht um eine volle Stunde verlängert werden konnte.

Und auch der Gottesdienst am Sonntag begann eine halbe Stunde später. Stadtpfarrer Johannes Kiefmann ermutigte die Paare, auch in der Öffentlichkeit zu ihrem Glauben und stehen. Um 14.30 Uhr marschierten die Kirwaleut', angeführt von ihrer eigenen 20 Mann starken Feuerwehrkapelle, in den Schlosshof ein und zeigten auf der Bühne die unter der Regie von Katharina Kreuzer einstudierten Volkstänze. Dazwischen gaben sie immer wieder lustige Sprüche und Lieder zum Besten, wie "Schiefe Absätz' und in jedem Strumpf a Loch".

Der ominöse Blumenstrauß landete schließlich in den Händen von Jessie Umlauf und Christoph Lindl, die sich nunmehr für ein Jahr Oberkirwapaar nennen dürfen. "Obwohl ma schou damit rechnen mou, woar i doch schockiert und zugleich happy", meinte Lindl.

Zünftige Musik

Am Bierausschank, am Grillstand und in der Kaffee- und Kuchenbar gab es danach allerhand zu tun. Inzwischen ließ sich die Kirwamusik im Stodl nicht lumpen und sorgte zwei Stunden lang für beste Unterhaltung. Danach hatten die Hohlweglauerer aus Etzenricht ihren Premierenauftritt in Vilseck. Sie machten ihre Sache sehr gut und spielten bis Mitternacht zünftig auf.

Am Montagvormittag übernahmen die Kleinen vom Kindergarten die Bühne und marschierten singend und stampfend um den Baum. Mit ihren Erzieherinnen ließen sie das alte Kirwalied "Es geht nichts über die Gemütlichkeit" wieder aufleben. Am Spätnachmittag setzten die Vorschulkinder mit der Sternpolka noch eins drauf, bevor die Versumpften im Stodl aufspielten. Aus der Baumverlosung gingen Birgit und Jakob Schießlbauer als Gewinner hervor.
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