Die Absicht schlummerte schon seit Jahren in den Köpfen der Stadträte und in den Schubladen des Rathauses: ein Naherholungsgebiet in der Vilsaue. Obwohl bereits Pappeln gefällt waren, wurde das Vorhaben immer wieder verschoben. Jetzt aber ist das ehrgeizige und anspruchsvolle Projekt spruchreif.
Ideal für Kultur, Sport, Erholung

Bis 2016 soll in der Vilsaue ein Naturschutzgebiet entstehen. Bild: Wasserwirtschaftsamt Weiden
Lokales
Vilseck
01.12.2014
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(e) Die Vilsecker Kultur- und Tourismusbeauftragte Adolfine Nitschke und Architekt Michael Flierl erläuterten dem Stadtrat bei dessen Sitzung den Stand der Dinge.

Bereits im kommenden Jahr soll mit dem Projekt Vilsaue begonnen werden, das Pavillon, Kunstpfad, Fischerboot und Kneippbecken umfasst. Letztlich hat den Anstoß ein internationales Kunstsymposium gegeben, das direkt zusammenhängt mit der Kulturhauptstadt-Programm Pilsen 2015. Vilseck pflegt ja schon immer, auch aufgrund seiner Lage am ehemaligen Handelsweg nach Pilsen, mit Tschechien auf allen Ebenen gute Kontakte. "Die Vilsaue hat ein Riesenpotenzial", machte Nitschke deutlich, als sie dem Stadtrat vorstellte, was eine Vilsaue "so alles hergeben kann" und wie groß es die Stadt regional und überregional aufwerten könnte.

Viele Anziehungspunkte

Grob gesagt sind die Eckpunkte der städtebaulichen Maßnahmen Kultur, Kunst, Sport und Freizeit sowie Naturschutz- und touristische Projekte, die in der Vilsaue Anziehungspunkte sein sollen. Werke internationaler Künstler, Wege entlang der renaturierten Vils - die Vilsaue, so glaubt auch Bürgermeister Hans-Martin Schertl, könnte künftig das ideale Naherholungsgebiet werden.

Der Anfang jedenfalls ist gemacht, diskutiert werden wird noch öfter über dieses Projekt, das Architekt Michael Flierl summa summarum auf rund 239 000 Euro brutto taxierte. Dabei sind aus der Städtebauförderung Mittel in Höhe von rund 60 Prozent der förderungsfähigen Kosten zu erwarten. "Wenn alles realisiert ist, dann haben wir ein Super-Erholungsgebiet", blickte Architekt Michael Flierl voraus. 2016 könnte es so weit sein.

Die Räte waren durch die Bank positiv eingestellt, das ließen die Wortbeiträge deutlich erkennen. Wilhelm Ertl geriet geradezu ins Schwärmen: "Das ist eine Bündelung von guten Ideen, das wird ein Vorzeigeobjekt für Vilseck und für die Oberpfalz." Wie Adolfine Nitschke auch, riet er dazu, dass sich die Bürger Vilsecks, die Vereine und Verbände, Schulen und andere Einrichtungen "unbedingt mit einbringen müssen" - zumindest mit Ideen.

Ein Künstlersymposium

Nitschke hat für 2015 neben einem internationalen Künstlersymposium bereits ein umfangreiches Veranstaltungsangebot auf die Beine gestellt, um die Vilsecker und ihre Gäste auf den neu geschaffenen Kunstpfad und das Naherholungsgebiet Vilsaue aufmerksam zu machen.
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