Die Anwohner wird's freuen

Nun ist es endgültig: Die Bahnhofstraße wird als Haupterschließungsstraße eingestuft. Bild: e
Lokales
Vilseck
24.07.2015
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Die Klassifizierung der Bahnhofstraße beschäftigt den Stadtrat bereits seit einiger Zeit. Nach Anträgen der Fraktionen gab es auch Verkehrszählungen in der Bahnhof- und in der Dr.-Reichenberger-Straße. Jetzt aber soll das letzte Wort gesprochen sein.

"Damit ist der Punkt so weit abgeschlossen", sagte Bürgermeister Hans-Martin Schertl. Vorher hatte er informiert, dass die Rechtsaufsichtsbehörde keine Einwände habe, wenn die Bahnhofstraße als Haupterschließungsstraße eingeordnet wird. Das hat bekanntlich Folgen bei der Abrechnung: Die Bürger haben bei der nun bindenden Einstufung zur Haupterschließungsstraße nur 50 Prozent Ausbaubeiträge zu zahlen - 75 Prozent wären es bei einer Anliegerstraße gewesen. Die Trasse wurde bereits 2013/14 ausgebaut, gilt als beitragsrechtlich abgeschlossen. Der beitragsfähige Aufwand beträgt rund 698 000 Euro.

Größeres Aufkommen

Der Bürgermeister erläuterte, wie es zur Klassifizierung Haupterschließungsstraße kam: "Fakt ist, dass die Bahnhofstraße von der Abzweigung der Staatsstraße 2123 bis zur Einfahrt zum ehemaligen Sägewerk abzurechnen ist. Alle angrenzenden Grundstücke in diesem Bereich fallen in das Abrechnungsgebiet." Das habe zur Folge, dass nicht nur die Anton-Mann-, sondern auch die Dr.-Reichenberger-Straße von der Bahnhofstraße abzweigt, sagte er.

Die Dr.-Reichenberger-Straße erschließt zudem ein größeres Wohngebiet und die Sportanlage des FV. Die Verkehrszählungen hätten ergeben, sagte Schertl, dass der innerörtliche Verkehr hier ein signifikant größeres Aufkommen aufweist, als in der restlichen Bahnhofstraße. Erfasst wurde die Frequentierung an der Abzweigung der Staatsstraße 2123. In den beiden Wochen der Verkehrszählung fuhren an dieser Stelle 6999 Fahrzeuge in die Bahnhofstraße, aber 11 016 Fahrzeuge in die Dr.-Reichenberger-Straße weiter. Zudem sei zu berücksichtigen, dass der Schwerverkehr wegen Gewichtsbeschränkung nicht durch die Dr.-Reichenberger-Straße fahren könne, er werde über die Bahnhofstraße umgeleitet. Auch dieser Schwerverkehr wäre der Dr.-Reichenberger-Straße zuzurechnen.

Landratsamt einverstanden

"Aufgrund dieser Fakten kann die Bahnhofstraße als Haupterschließungsstraße ausgewiesen werden", fasste Schertl zusammen. Die Kommunalaufsicht beim Landratsamt habe das geplante Vorgehen überprüft und keine Einwände gegen eine Einstufung der Bahnhofstraße als Haupterschließungsstraße erhoben. Entsprechend werde nunmehr auch abgerechnet, bekundete er. Damit sollten die Differenzen zur Freude der Anwohner beendet sein. Wohl auch im Stadtrat, denn das Gremium hatte keinen Einwand mehr.
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