"Die frische Morgenluft und der Blütenduft zum Riechen, das satte Maiengrün und der blaue Himmel zum Sehen, der vielfältige
Zwitschernde Raritäten

Lokales
Vilseck
19.05.2015
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Vogelgesang und die literarischen Werke zum Hören", fasste Vorsitzende Elisabeth Hammer (Heimat- und Kulturverein) das Ziel der Exkursion zusammen.

(rha) Vor 30 Naturliebhabern erzählte sie zu Beginn in den Vilsauen vom neuen, nachgebauten Vils-Scheef. Seit der Renaturierung lebten wieder Fischarten in der Vils, die dort jahrelang nicht zu finden gewesen seien, wie Forellen, Saiblinge und sogar Krebse. Etwa alle 200 Meter seien andere Vögel heimisch. In den entstandenen Auen seien sogar die seltene Heckenbraunelle, der Zaunkönig, Star, Buchfink und Gimpel zu finden. Über Pflanzen und ihre heilende Wirkung wusste sie ebenso zu berichten, wie über den kulturellen Aspekt der Wanderung.

An geeigneten Stellen streute Josef Rothkäppel das eine oder andere passende Gedicht aus seinem reichhaltigen Repertoire bei. So hörten die Teilnehmer in den Auen Schillers Sehnsucht "An den Frühling" und in der Lindenallee von den "linden Düften" von Ludwig Uhland.

Am Aussichtspunkt beim Bergkirchl genoss man beste Fernsicht. Von dort ging es am Triebweg vorbei über den Hartlweg zur Vilsecker Mulde. Hier legten einst Mönche des Klosters Michelfeld Fischteiche an und machten so das Gelände nutzbar. "Ab 1803 gingen die Weiherflächen zurück an die Gressenwöhrer und Vilsecker Bauern", berichtete Elisabeth Hammer. "Inzwischen sind sie größtenteils verlandet und werden jetzt als Wiesen ganz ohne Kunstdünger bewirtschaftet."

An der kleinen Frankenohebrücke, die bei der Wanderung überquert wurde, lag bis etwa 1945 die Hammermühle Tiefenfurt. An dieser Stelle ist auf einer Landkarte von 1597 die Altstraße nach Eger eingezeichnet. Hier wurde das Eisenerz aus dem nahen Erzhäusl, im heutigen Truppenübungsplatz gelegen, mit Pferdefuhrwerken nach Amberg gekarrt.

Nach zweistündigem Fußmarsch gelangte die Gruppe am Heiligenweiher bei Oswald Krebs an, wo man sich unter Beobachtung eines Seeadlers die von Manfred Härtl geräucherten Forellen schmecken ließ. Dort unter den Erlen am Weiher gab Meister Rothkäppel den "Erlkönig" und den "Fischer" zum Besten.
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