Die Goldene Straße lebt in der Vilsaue durch Künstlerhand wieder auf - Alle Objekte haben ...
Neuer Kunstweg als völkerverbindende Achse

Beim Festakt waren die Künstler nur zu fünft, weil Jiri Beranek sich verspätete (vorne, von links): Albert Braun, Tim Christopher, Erwin Regler, Stefan Link und Jakub Hanzl. Bild: Steinbacher
Lokales
Vilseck
22.07.2015
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Mit Böllerschüssen, Marschmusik und Festreden wurde am Sonntagvormittag der neue Kunstweg in der Vilsaue eröffnet. Sechs internationale Künstler hatten seit dem 6. Juli Werke aus Stein, Metall und Holz geschaffen, die an die Bedeutung des mittelalterlichen Handelsweges, genannt die Goldene Straße, erinnern. Die Burg Dagestein lag ganz in der Nähe der wichtigen Verbindungsachse zwischen Prag und Nürnberg. Hier fand nun auch der Festakt statt.

Der Hof war geschmückt, der Saal im ersten Stock der Burg Dagestein ebenfalls. Zwölf Bläser vom Musikverein Vilseck bauten sich im Halbkreis auf und spielten für die geladenen Festgäste, die kurfürstlichen Schützen feuerten laut in den heißen Sommerhimmel. "Jetzt lassen wir's krachen!", meinte auch Bürgermeister Hans-Martin Schertl und bat in den Saal. Hier begann er zu schwärmen vom "neuen Kunstweg, der die völkerverbindende Achse neu belebt". Er nannte die sechs "hervorragenden Künstler": Professor Jiri Beranek und Jakub Hanzl (beide Tschechische Republik), Tim Christopher (Vereinigte Staaten), Albert Braun (Finnland - geboren in Vilseck), Erwin Regler (Kanada-Deutschland) und Stefan Link (Deutschland).

Ort der Ruhe und Erholung

"Sie haben ihre Eindrücke in Kunst übersetzt", fasste er zusammen. Damit sei ein Ort der Ruhe und Erholung in schöner Natur und mit hervorragender Kunst geschaffen worden. Sein Gruß galt den Vertretern der Kulturhauptstadt Pilsen, der US-Armee sowie aus Politik und Gesellschaft. Seinen Dank richtete Schertl an großzügige Sponsoren und die vielen engagierten Helfer. Hier hob er die Leistungen von Adolfine Nitschke und Dorothee Schulze Zumhülsen besonders hervor.

Kooperation mit Pilsen

Sarka Krtvoka aus Pilsen gratulierte zum erfolgreichen Kunst-Symposium, das eine Kooperation mit der europäischen Kulturhauptstadt Pilsen war. Sie warb für weitere Kulturprojekte in Pilsen wie das Barockfestival im Sommer oder das Bierfest am 3. Oktober. Den Gruß des Landrats übermittelte Thorsten Grädler, der 2. Bürgermeister von Vilseck. Er wünschte sich viele Besucher für den Kunstweg. Es mache Spaß, zu verweilen und den kleinen Geheimnissen, die sich in den Objekten verbergen, auf die Spur zu kommen.

Die Vilsecker Kulturbeauftragte Adolfine Nitschke betonte den großen Gewinn, den das beliebte Naherholungsgebiet durch den Kunstpfad erhalten habe. In ihrer Präsentation ging sie auf die Künstler und deren Arbeiten ein und plauderte von den kleinen und größeren Pannen, die während des Bildhauer-Symposiums am Rande passiert waren. Sie wolle Appetit machen auf die Kunst, betonte Nitschke, aber auch auf das Büfett, das im Erdgeschoss warte. Bestückt war es mit Schmankerln aus den Heimatländern der Künstler: Oberpfälzer Kartoffelsuppe und Rentierschinken, Preiselbeer-Chutney und böhmische Knödel.
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