Die Vilsaue ist das Vilsecker Vorzeigeprojekt schlechthin. Im Stadtrat wurde jetzt über das städtebauliche
Konsenssuche mit Kleingärtnern

Die aktuellen Planungen sehen vor, die entstandene Auenlandschaft mit der Stadt zu verbinden. Bereits jetzt könne man erahnen, welch großartiger Naturraum mit dieser neu gestalteten Aue langfristig entstehen werde, sagte die Amberger Landschaftsarchitektin Gabriele Harth. Bild: e
Lokales
Vilseck
01.08.2015
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Neuordnungskonzept gesprochen. Dabei gehe es darum, "eine Lösung zu finden, mit der alle zufrieden sind", wie Bürgermeister Hans-Martin Schertl sagte.

(e) Gemeint waren dabei wohl die Kleingärtner, die sich in ihren Möglichkeiten und Gewohnheiten beschnitten sehen und die Ausführungen bei der Sitzung mit Skepsis sahen. Sie aber sollen mit eingebunden werden in die Neuordnung. Bürgermeister Hans-Martin Schertl zeigte sich zuversichtlich: "Wir sind auf einem guten Weg mit dem Konzept. Wir werden in den meisten Fällen auch einen Konsens erreichen."

Die aktuellen Planungen sehen laut der Amberger Landschaftsarchitektin Gabriele Harth vor, die entstandene Auenlandschaft mit der Stadt zu verbinden. Bereits jetzt im ersten Jahr nach der Fertigstellung der Renaturierung könne man erahnen, welch großartiger Naturraum mit dieser neu gestalteten Aue langfristig entstehen werde. Neben der ökologischen Bereicherung sei auch ein attraktives Naherholungsgebiet vor den Stadttoren entstanden.

Die anstehende Neuordnung soll mit Städtebaufördermitteln durch die Regierung der Oberpfalz unterstützt werden. Es sei nötig, einen Antrag bis 30. August einzureichen. "Um in den Genuss dieser Fördermittel zu kommen," sagte Harth, "sind gewisse Mindeststandards einzuhalten." Diese seien mit der Regierung vor Ort besprochen worden.

Einbindung der Anlage

Dabei sei es vor allem um die Gestaltung des Grenzbereichs zwischen Auen- und Kulturlandschaft sowie Stadt gegangen. Im Wesentlichen betreffe dies gestalterische und ökologische Verbesserungen. Als verbesserungswürdig werden diese Punkte angesehen: die landschaftsgerechte Einbindung der angrenzenden Kleingartenanlage, Blickbeziehungen innerhalb der Aue und städtebauliche Verbesserungen der zur Aue führenden Wege und angrenzenden Plätze. Auch die Erneuerung zweiter kleiner Brücken gehört demnach dazu. Geringe Eingriffe in die Kleingartenanlage seien nötig. "Vorhandene Fichten und Fichtenhecken, die nicht der typischen Auenvegetation entsprechen, müssen entfernt werden, ebenso kleinere Bauten und Ablagerungen an den Grundstücksgrenzen", sagte Harth. Die Regierung lege Wert auf die einheitlich gestaltete Einfriedung der Kleingartenanlage.

An der Vilsaufweitung entstünden ein Kultur-Pavillon, Grill- und Feuerplatz und eine WC-Anlage, Bänke und Sitzstufen sollen folgen. Geplant sei auch ein Fitnessparcours mit angrenzendem Kneipp-Becken im früheren historischen Wassergraben der Burg Dagestein. Objekte aus Granit, Kalkstein, Holz, Ziegel und Metall bereichern das Gelände. Aufgrund weiterer Maßnahmen, zum Beispiel zusätzliche Brücke und Rodungsarbeiten, seien die ursprünglichen Kosten gestiegen. Zunächst seien 248 000 Euro veranschlagt gewesen, nun seien es rund 330 000 Euro geworden.

Erst noch Ortstermin

Einen Beschluss über das Konzept hat es noch nicht gegeben. Es soll eine Begehung stattfinden, die Verwaltung will die Förderfähigkeit aller Kosten abklären. Vergeben hat der Stadtrat derweil - bis auf den Auftrag für die Beschaffung der Sitzbänke - die Aufträge für den Pavillon-Bau (18 400 Euro), das Holzdeck (21 000 Euro), die Sitzschiffe (11 000 Euro) und für die Geräten für den Bewegungsparcours (21 000 Euro).
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