Ein Segen für die Kinder

Viele Gäste feierten die Einweihung der renovierten Kita St. Josef. Von links: Schulrektor Franz Dirmeier, Kita-Leiterin Monika Mrosek, Architekt Johann Ernst, Pfarrer Dietmar Schindler, Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Stadtpfarrer Johannes Kiefmann, 3. Bürgermeister Heinrich Ruppert, Ministrant Lukas Schöpf, Kirchenpfleger Thomas Pröls und Pfarrvikar Madanu.
Lokales
Vilseck
30.09.2015
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Nun ist es offiziell: Der renovierte Kindergarten St. Josef ist eingeweiht. Pfarrer Dietmar Schindler, der mittlerweile im Ruhestand ist, erteilte zusammen mit Stadtpfarrer Johannes Kiefmann der Kita den kirchlichen Segen. Dann wurde gefeiert.

Schindler war es auch, der mit seinen Kirchenräten und dem Architektenbüro "em.Amberg" die Renovierung geplant und über die Jahre hinweg begleitet hatte. Leiterin Monika Mrosek hieß die Gäste im Garten der Kita willkommen. Kirchenpfleger Thomas Pröls sprach über das Zustandekommen der Maßnahme. Im Jahre 2011 konnten Pfarrei und Stadt Vilseck das 40-jährige Bestehen des Kindergartens in der Breslauer Straße feiern. Bereits im Vorfeld war abzusehen, dass das Gebäude und seine Inneneinrichtung sehr in die Jahre gekommen waren. Die Überlegung ging damals in Richtung eines Neubaus. Dieser Gedanke wurde aber aufgrund der Kostenfrage und der Gebäudegröße bald verworfen. Pfarrer Schindler und seine Kirchenräte entschlossen sich mit Architekt Johann Ernst, dem ehemaligen Kirchenpfleger, zur Generalsanierung. Nach einer ersten Kostenermittlung im Herbst 2010 für drei Kindergartengruppen und eine Krippe musste nach Einspruch des Stadtrates neu geplant werden, so Pröls. Man einigte sich auf zwei Gruppen und zwei Krippen. Nervenaufreibend sei das lange Warten auf die Genehmigung des Baureferates der Diözese Regensburg gewesen, denn aufgrund des Kirchenbrandes hatte die Pfarrei Vilseck plötzlich zwei große Bauvorhaben zu schultern.

Mit 18 Containern wurde ein Ausweichquartier im Garten des BRK-Seniorenheims geschaffen. Acht Monate mussten sich Kinder und Erzieherinnen darin aufhalten. Nun spielte der Faktor Zeit eine große Rolle, denn am 31. Dezember sollte wegen der Zuschüsse die Sanierung des alten Gebäudes abgeschlossen sein. "Nur der guten Zusammenarbeit zwischen Architekten und Handwerkern ist es zu verdanken, dass alles fristgerecht fertiggestellt werden konnte", betonte Pröls.

Im Dezember 2014 nahmen die Kinder bereits Besitz von der Einrichtung. Im Sommer 2015 feierten sie den Abschluss der Renovierung mit einem Familiengottesdienst in St. Ägidius. Die Kleinen brachten dabei allerlei Bausteine zum Altar und erstellten damit symbolisch ihren Kindergarten. Beim anschließenden Sommerfest konnte sich Jung und Alt ein Bild von der generalsanierten Kindertagesstätte machen.

Kosten eingehalten

Architekt Johann Ernst zeigte sich erfreut darüber, dass die Gesamtkosten mit 1 496 000 Euro ziemlich genau eingehalten und sogar leicht unterschritten werden konnten. Er bedankte sich für den Auftrag und für die konstruktive Zusammenarbeit mit Kirchenrat, Firmen, Kindergartenpersonal und Elternbeirat. Als Geschenk wird Ernst im Frühjahr zusammen mit den Kindern ein Apfelbäumchen pflanzen.

"Vilseck ist stolz auf seinen Kindergarten, der nun in neuem Gewand erstrahlt", freute sich Bürgermeister Hans-Martin Schertl. Das Geld der Pfarrei und der Kommune sei in dieser Einrichtung zum Wohle der Kinder bestens angelegt. Für die wertvolle Arbeit der Erzieherinnen dankte er besonders. An Leiterin Monika Mrosek überreichte er ein Porzellanbild des Vogelturms.

"Nach der Wiedereröffnung der Pfarrkirche heuer am 19. April ist die Einweihung der Kita ein weiterer großer Tag in der Geschichte der Pfarrei", versicherte Stadtpfarrer Johannes Kiefmann. "Dieser Ort war und ist das Herzstück von Vilseck", betonte er. "Hier wird sichergestellt, dass unsere Kinder das nötige Rüstzeug für ihr weiteres Leben erhalten." So komme die Kirche als Träger der Einrichtung ihrem Bildungsauftrag nach. Außerordentlich freute sich Kiefmann über das Kommen seines Vorgängers, Pfarrer Dietmar Schindler. Ihm dankte er für die gewaltige Kraftanstrengung beim Stemmen der Sanierung.

"Im Namen Gottes konnte dieses Haus fertiggestellt werden", leitete Schindler die Segnung ein. "Letztendlich hat Gott das Gelingen gegeben, und darum bitten wir um seinen Segen". Nach Fürbitten und Vaterunser ging er mit seinem Nachfolger, Stadtpfarrer Kiefmann, und mit Pfarrvikar Madanu durch die neuen Räume und segnete sie mit geweihtem Wasser.
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