Einiges geschafft

Lokales
Vilseck
19.12.2014
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Vilseck strengt sich an, als attraktive und lebenswerte Kleinstadt die Zukunft zu sichern. Das hat seinen Preis, zieht sich durch die Jahresabschluss-Bilanz des Bürgermeisters.

"Ich bin mir sicher, dass wir auch künftig die vor uns stehenden Aufgaben und Arbeiten für das Jahr 2015 zum Wohl unserer Stadt und Bürger erledigen werden", wandte sich in der Jahresabschluss-Sitzung des Stadtrates Bürgermeister Hans-Martin Schertl an das Plenum. Ein Jahr mit einem Haushaltsvolumen von 17,5 Millionen Euro bedeute etliche Großbaustellen, aber ebenso ein reges gesellschaftliches und kulturelles Leben.

So laufe seit drei Jahren die Generalsanierung der Vilsecker Schule, die sich wegen diverser Probleme beim Brandschutz und sonstigen Baumängeln inzwischen auf Gesamtkosten von rund 4,8 Millionen Euro summiere. "Wahrscheinlich zum Jahresende 2015", kündigte der Bürgermeister an, sei mit der Fertigstellung zu rechnen. Abgeschlossen seien hingegen der Kreisverkehr in Axtheid-Berg und weitestgehend die Renaturierung der Vilsauen für rund 800 000 Euro. Es fehle noch ein Steg, der die Stadt rund 150 000 Euro kosten werde.

Gewaltige Ausgaben

Derzeit laufen würde noch die Generalsanierung des Kindergartens (Gesamtkosten 1,2 Millionen, Stadt 750 000 Euro). Heuer fertiggestellt worden seien die Kläranlage, das Schwimmerbecken im Freibad, die Erweiterung und Erneuerung von Wasserleitungen (200 000 Euro), das Kanalnetz (200 000 Euro) und die LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung (80 000 Euro). Für Bordstein-, Gehweg- und Straßensanierungen habe die Stadt 300 000 Euro ausgegeben.

Wasserpreis steigt

Wegen der enormen Investitionen in die Wasserversorgung während der zurückliegenden Jahre "ist es nun notwendig", kündigte Schertl an, die Wassergebühren zu erhöhen. Ab Januar kostet der Kubikmeter 95 Cent. Die Eintrittspreise für das Schwimmbad würden dagegen stabil bleiben. Dennoch seien nicht alle Vorhaben auch umgesetzt worden. Nicht mitgetragen habe der Stadtrat den bereits umsetzungsreifen Ausbau der Schloßgasse. Das Projekt ist vertagt.

"Wir wissen, unsere Vereine sind aus unserem Stadtleben nicht mehr wegzudenken, sie sind Kulturträger, leisten wertvollste Arbeit", unterstrich Schertl zudem. Deshalb seien auch auf diesem Gebiet Zuschüsse geflossen. 10 000 Euro erhielt etwa die Stadt- und Pfarrbücherei für eine Umgestaltung ihrer Räume. Auch in Sachen Kultur "kam unsere Stadt nicht zu kurz", berichtete der Bürgermeister. Es gebe ein vielfältiges Angebot, das die Leiterin der Tourist-Info, Adolfine Nitschke, zusammenstelle. Die Burg Dagestein entwickle sich vor diesem Hintergrund nahezu zu einem "kulturellen Zentrum" mit die vielschichtigsten Angeboten. Auch Kinder, siehe Ferienprogramm, fänden dabei Beachtung .

Äußerst wichtig für die Stadt seien natürlich hier lebende US-Burger und das Südlager. Die Kontakte beschrieb Schertl als gut, zudem würde im Südlager im Lager Grafenwöhr kräftig investiert. So würden derzeit beispielsweise von der US-Armee 17 Millionen Euro in eine Tagesklinik investiert. Die Wirtschaftskraft des gesamten Truppenübungsplatz-Betriebs bezifferte Scherl auf jährlich 600 Millionen Euro, was sich "äußerst positiv auf unserer Stadtgebiet und die gesamte Region auswirkt".

Die nächsten Pläne

Für das nächste Jahr hofft der Bürgermeister auf die Fortführung und den Abschluss der Generalsanierung der Schule. Die Außenanlagen und Pausenhöfe müssten noch in Angriff genommen werden. Weiter stünden ein Durchschreitebecken im Schwimmbad, die Umgestaltung des städtischen Bauhofes samt einer energetischen Sanierung Zug um Zug sowie eine Beteiligung am Programm der europäischen Kulturhauptstadt Pilsen an. Themen blieben auch die Renaturierung der Vilsaue, ein Kunstpfad, Kneippbecken, eine Treppe zur Vils, ein Pavillon für Konzerte und ein Generationen-Spielplatz.
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