FW plädieren für Geldautomaten, die mehrere Kreditinstitute gemeinsam betreiben
Banken sollen sich Kosten teilen

Lokales
Vilseck
15.10.2015
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Eigentlich ging es bei der gemeinsamen Fraktions- und Kreisvorstandssitzung der Freien Wähler um die Vorteile einer Ökomodellregion, weil sich der Landkreis und die Stadt Amberg im Mai zu einer solchen zusammengeschlossen haben. Unter dem Grundgedanken einer "Regionalität auch beim Geldabheben" kam man da allerdings an der nun öffentlich gewordenen Schließung mehrerer Filialen der Sparkassen im Landkreis nicht vorbei.

Gerade unter den FW-Bürgermeistern in der Kreistagsfraktion - Alexandra Sitter-Czarnec (Ammerthal), Franz Mädler (Ursensollen), Hans-Martin Schertl (Vilseck) und Peter Dotzler (Gebenbach) - wurde das Thema laut Presseinfo noch lange diskutiert. "Alle Bürgermeister waren im Vorfeld durch Vertreter der Vorstandsetage der Sparkasse Amberg-Sulzbach über die zukünftigen Änderungen im Bereich der Kundenbedienung informiert worden", heißt es in der Mitteilung.

Auch wenn das Zähneknirschen bei der Schließung von Filialen in den Landkreisgemeinden angebracht sei, habe Franz Mädler zu bedenken gegeben, dass die betriebswirtschaftlichen Kosten von rund 40 000 Euro pro Jahr für einen Geldautomaten beträchtlich seien. Auf eine Diskussion über Gehälter im Aufsichtsrat der Sparkasse verzichten die Freien Wähler nach eigenen Angaben bewusst. Sie möchten sich lieber auf sachliche Vorschläge konzentrieren.

So formulierten sie den Wunsch nach einem Angebot für alle Bürger in Stadt und Landkreis (egal ob Kunde der Sparkasse oder einer anderen Bank wie etwa der Volksbank-Raiffeisenbank), mit dem bei Geldabhebungen in der Region künftig keinerlei Gebühren anfallen. "Damit könnten auch die betriebswirtschaftlichen Kosten der Banken gesenkt werden und alle Kunden profitieren", meinten die FW-Bürgermeister einhellig.

Man schlage deshalb vor, "dass die im Landkreis ansässigen Banken in den einzelnen Gemeindeteilen gemeinsam Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker einrichten und unterhalten, so dass diese jeweils auch von Kunden anderer Geldinstitute gebührenfrei genutzt werden können". Dies würde für die Banken, die Kunden und die gesamte Region eine Win-win-Situation schaffen.
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