Geologische Karte für Raum Vilseck bringt wichtige Erkenntnisse - Veröffentlichung
Gestein stammt aus Erdmittelalter

Die Diplom-Geologen Dr. Roland Eichhorn (links) und Dr. Johann Rohrmüller (rechts) übergaben Bürgermeister Hans-Martin Schertl die geologische Karte für den Bereich der Stadt Vilseck. Bild: zip
Lokales
Vilseck
17.03.2015
25
0
(zip) Die geologische Karte für das Gebiet um Vilseck übergaben die Diplom-Geologen Dr. Roland Eichhorn und Dr. Johann Rohrmüller vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) an Bürgermeister Hans-Martin Schertl. Auch einige Datenblätter über Geotypen im Umfeld der Stadt waren beigefügt, etwa Hohlwege, aufgelassene Steinbrüche und Sandgruben oder sogenannte Kallmünzer Steine. Die Gesteine im Bereich Vilseck stammen demnach überwiegend aus dem Erdmittelalter.

Die Geologen des Bayerischen Landesamts für Umwelt erforschen den steinernen Untergrund Bayerns. An Felswänden, Gräben, Steinbrüchen, Sandgruben und Straßenböschungen sammeln sie Daten und entnehmen Proben für Laboruntersuchungen. In wenig aufgeschlossenen Gebieten helfen zusätzlich Bohrungen, Schürfe und geophysikalische Untersuchungen. Die Daten werden dann auf Karten im Maßstab 1 zu 25 000 übertragen. Eine geologische Karte umfasst ein etwa zwölf mal zwölf Kilometer großes Gebiet. Bis es vollständig erfasst ist, müssen rund 3000 Kilometer im Gelände zu Fuß zurückgelegt werden.

Aus der geologischen Karte können wichtige Infos herausgelesen werden: etwa Rohstoffvorkommen wie rund um Vilseck die Baustoffe Sand, Kies, Ton, Basalt und Granit, Möglichkeiten zur Erdwärmenutzung, Grund, mit dem beim Straßen- Kanal- und Hausbau zu rechnen ist, Gefahrenstellen (etwa Steinschlag) oder Standsicherheit. Besonders wegen der Erdwärmenutzung unterstützt das Umweltministerium das Projekt mit 32 Millionen Euro. Die Deutsche Bahn nutzt beispielsweise in einen Pilotprojekt auch im Vilsecker Bereich die Erdwärme zur Frostsicherung von Weichen.

Bürgermeister Schertl versicherte, dass die Karte und die Datenblätter im Rathaus ausgehängt, auf der Internetseite der Stadt veröffentlicht und bei der Touristinfo aufgelegt werden. Die Karten für ganz Bayern sind auf der Internetseite des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (www.lfu.bayern.de/geologie) einzusehen. Durch einen Klick auf das eigene Wohnhaus ist beispielsweise zu erfahren, ob eine Erdwärmenutzung möglich ist und welche Kosten dafür entstehen würden.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.