Gläubige im Sperrgebiet

Lokales
Vilseck
12.06.2015
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Es ist die einzige Wallfahrt in Bayern in ein Sperrgebiet. Vorbei an Panzern der Bundeswehr bei Langenbruck zogen Gläubige über die Wege des Übungsplatzes zur Wolfsschützenkapelle.

Die Kapelle mitten in den Wäldern nahe dem Erzhäusl ist als letztes noch intaktes Kirchlein auf dem gesamten Übungsgelände ein Kleinod. Besonders ansprechend für die rund 200 Pilger war der kurze Fußmarsch durch die blühende Natur entlang der Allee aus 100 Linden, die der Bundesforst zu seinem 100. Jubiläum gepflanzt hat. Mit Liedern, Gebeten und Texten gedachte Vilsecks Stadtpfarrer Dietmar Schindler dem Patrozinium des kleinen Gotteshauses mit seiner über 300-jährigen Geschichte. Im Innenraum der Kirche zeigt das Gnadenbild eine schaurige Szene der Wolfsschützensage. Demnach wurde ein bei der Wolfsjagd vermisster Jäger nach Anrufung der Heiligen Dreifaltigkeit gefunden und vor dem sicheren Tod gerettet.

1967 sicherte der Bundesforst die schlichte Kapelle vor dem Verfall und pflegt sie seither. Das Personal des Bundesforstbetriebs Grafenwöhr hatte auch den Vorplatz mit blühendem gelben Ginster und Weißdorn geschmückt. Nach der Wallfahrt versorgten die Forstleute die Pilger mit Bratwürsten und Getränken. Franz Zeilmann von der US-Armee-Garnison Bavaria begleitete die Gruppe und sorge für den Zutritt ins Sperrgebiet.
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