In Zukunft blitzt es öfter

Lokales
Vilseck
16.09.2015
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Weit über 90 Prozent der Fahrzeuge in der Bahnhofstraße sind zu schnell unterwegs. Das bleibt bisher noch ohne Konsequenzen - aber nicht mehr lange.

An mehreren Tagen Anfang August war mit dem stadteigenen Gerät in Höhe Bauhof gemessen worden. "Leider wird stadteinwärts und stadtauswärts erheblich zu schnell gefahren", erläuterte Bürgermeister Hans-Martin Schertl in der Stadtratssitzung die Messergebnisse.

Von 2342 Fahrzeugen stadteinwärts hielten sich nur 190 an die vorgegebenen 50 Kilometer pro Stunde. Stadtauswärts (Richtung Sorghof) waren es sogar nur 62 von 1893. Die Ergebnisse wurden an die Polizei weitergeleitet. Zwischenzeitlich hat die Verkehrspolizei Amberg Radarmessungen vorgenommen. Viele Fahrer erreichten Geschwindigkeiten zwischen 80 und 90 km/h, die ein höheres Bußgeld sowie Fahrverbote nach sich ziehen werden.

Die Polizei hat die Stadtverwaltung wissen lassen, dass weitere Messungen erfolgen sollen: In Zukunft wird es öfter blitzen. Um jedem Verkehrsteilnehmer zu verdeutlichen, dass eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gilt, soll der Bauhof Hinweisschilder aufstellen.

Zu den Schülerzahlen für das neue Schuljahr bemerkte der Bürgermeister, leider habe das Kultusministerium keine weiteren Stunden für Wahlfächer zur Verfügung gestellt. Es könne deshalb nur Pflichtunterricht gehalten werden, frühere Wahlfächer wie Tanz und Zirkus seien nicht mehr möglich. Aus Sicht der Stadt sei zu sagen, dass in der 5. und 6. Klasse 29 Schüler unterrichtet werden. In anderen Schulen gebe es Klassen mit 17 oder nur 13 Schülern, die großen Klassen aber, vor allem in Vilseck, stützten den Verbund, meinte Schertl. Dies sei Solidarität, die in einem Verbund notwendig und auch möglich sei. Auch die 8. und 9. Klassen in Hahnbach mit 16 bzw. 15 Schülern lägen an der untersten Grenze.

461 Schüler im Verbund

Zum Schulverbund Obere Vils/Ehenbach gehören die Schulen Hirschau (61 Schüler), Schnaittenbach (54), Vilseck (116) und Hahnbach (230), insgesamt also 461 Schüler, davon 254 männlich und 207 weiblich.

Drei Gegenstimmen gab es bei zwei Straßenwidmungen. Das betrifft den Verbindungsweg zwischen der Breslauer und der Krankenhausstraße. Er wird von der Einmündung in die Breslauer Straße bis zur Einmündung in die Krankenhausstraße als beschränkt-öffentlicher Geh- und Radweg gewidmet; ebenso der Verbindungsweg von der Görlitzer zur Breslauer Straße sowie dessen Abzweigungen zur Liegnitzer und zur Stettiner Straße.

Anlieger müssen kehren

Da der Verbindungsweg zwischen der Breslauer und der Krankenhausstraße bislang nicht dem öffentlichen Verkehr gewidmet war, stellte er rein rechtlich einen städtischen Privatweg dar; ebenso der Weg zwischen Görlitzer und Breslauer Straße. Privatwege stehen aber nicht jedermann zur Verfügung und fallen auch nicht in den Geltungsbereich der Verordnung der Stadt über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter. Mit der Umwidmung erhalten die Wege die Eigenschaft einer öffentlichen Straße und können von jedermann genutzt werden. Die Anlieger sind damit für das Sauberhalten der Wege verantwortlich.
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