Kein eitel Sonnenschein

Jetzt will die Stadt erst einmal die Bürger im Umfeld des gewünschten Areals fragen, ob sie mit einer Freiflächen-Solaranlage einverstanden sind. Bild: Hartl
Lokales
Vilseck
20.02.2015
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Die Vilsecker haben ja ein sonniges Gemüt. Aber beim Thema Freiflächen- Solaranlagen strahlen nicht alle vor Freude, sondern diskutieren auch die Schattenseiten. Zu erleben war das in der jüngsten Sitzung des Stadtrats.

Wie Bürgermeister Hans Martin Schertl dem Gremium berichtete, würde eine Firma aus Bamberg gerne an der Bahnlinie Neukirchen-Weiden gegenüber dem alten Schmid-Sägewerk einen solchen Solarpark errichten. Es handelt sich nach seiner Auskunft um einen unabhängigen Dienstleister, der mit der Projektierung von Photovoltaikanlagen in ganz Deutschland betraut ist. Das Unternehmen wollte per schriftlicher Anfrage und Bewerbung wissen, wie die Stadt zu dieser Absicht steht. Klar ist laut Schertl, dass es prinzipiell ein Bauleitplanverfahren brauche für die rund 3,4 Hektar große Fläche, die eine Leistung von geschätzt 1300 Kilowattpeak und eine Co2-Einsparung von etwa 780 Tonnen pro Jahr bringe. Rund 390 Haushalte mit drei Personen könnten so versorgt werden. Die Oberkante der Modulreihen betrage maximal 2,50 Meter, außerdem komme die Anlage ohne Betonfundamente aus. Die Ausgleichsfläche könnte laut Verwaltung direkt daneben geschaffen werden.

2. Bürgermeister Thorsten Grädler (FW) sowie die Stadträte Andreas Kredler, Manuel Plößner, Roland Renner und Peter Lehner sprachen sich prinzipiell gegen Freiflächenanlagen aus und wandten sich auch gegen dieses Vorhaben. Wilhelm Ertl sah zumindest das geplante Gebiet als "grundsätzlich geeignet" an. Aufgrund der kontroversen Debatte plädierte Hans-Martin Schertl dafür, die Anfrage erst einmal zurückzustellen. Den Impuls dazu gab Markus Graf, der empfohlen hatte, vor weiteren Schritten erst einmal die angrenzenden Bürger mit einzubeziehen und eine entsprechende Befragung zu starten. Das fand die ungeteilte Zustimmung des Stadtrats.

Einstimmig vergab er schließlich auch den Auftrag für den Digitalfunk der FFW Vilseck (Einbau der Endgeräte) an eine Firma aus Nüdlingen zum Bruttopreis von rund 13 450 Euro. Dafür waren laut Verwaltung bisher Gesamtkosten von 75 000 Euro vorgesehen; benötigt würden nach den aktuellen Berechnungen jedoch nur 50 000 Euro. Die eine Hälfte davon war bereits 2014 im Haushalt enthalten; die andere soll heuer in den Etat einfließen.
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