Kreuz steht für den Treue-Eid

Den Festgottesdienst am Samstagabend feierten gemeinsam mit den Ministranten (hinten von links): Pfarrvikar Madanu, Pfarrer Hermann Kellner, Bischof em. Walter Mixa, Stadtpfarrer Johannes Kiefmann und Studiendirektor i. R. Lothar Kittelberger. Bild: rha
Lokales
Vilseck
21.09.2015
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Am Vorabend des Bergfestabschlusses stellte sich hoher Besuch in der Pfarreiengemeinschaft Vilseck-Schlicht-Sorghof ein: der ehemalige Diözesanbischof von Eichstätt und Augsburg, Dr. Walter Mixa.

Er war auf Einladung von Stadtpfarrer Johannes Kiefmann zur Bergkirche gekommen. Als Hauptzelebrant sprach er in seiner Predigt zum Thema "Berufungswege - Sakrament der Weihe". Die Begrüßung der amerikanischen Gäste übernahm Pfarrvikar Madanu in englischer Sprache. Umrahmt wurde der Festgottesdienst vom Gesangverein Liederkranz Vilseck unter Leitung von Saskia Krügelstein.

Der ehemalige Militärbischof Mixa bezeichnete es als großartig, dass in Vilseck eine Wallfahrtswoche so eindrucksvoll gefeiert werde und unter dem Motto "Sakramente - Knotenpunkte unseres Lebens" stehe. Der Schöpfergott habe am Kreuz einen Treue-Eid abgelegt, ein Sacramentum. Daraus sei das Weihesakrament der Kirche entstanden, so Mixa.

Er selbst habe das Sakrament der Priesterweihe als Spätberufener vor 45 Jahren empfangen, als er nach langem Fragen und Suchen das Geschenk der Liebe Gottes entdeckt hatte. Der jetzt 74-Jährige sagte, er habe voll Freude die Nachfolge Christi angetreten und sich in allen Anfeindungen auf den Herrn verlassen. "Jeder darf sich ihm anvertrauen und ihn um seinen Beistand bitten", versicherte er. Auch dürfe man niemals aufhören, den ersten Tag der Woche, den Sonntag, als Auferstehungstag Jesu zu feiern.

Gerade jetzt, wo durch die Flüchtlinge so viele verschiedene Glaubensrichtungen in Deutschland zu finden seien, dürften die Christen keine Feiglinge sein und sollten fest zu ihrer Religion stehen. "In der heutigen Zeit werden oft Stimmen laut, die da spotten: Die Christen kannst du vergessen, die sind doch von vorvorgestern! Aber das stimmt nicht! Gemeinsam arbeiten Bischöfe und Priester mit den Gläubigen daran, das Christentum in Deutschland zu stärken. Wir dürfen unseren Herrgott nicht verlieren und verleugnen. Der, der den grausamsten Tod der Weltgeschichte für uns erlitten hat, schenkt uns in den Sakramenten Gewissheit auf ein ewiges Leben bei ihm."
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