Landesliga Mitte: FV Vilseck ist gleichwertig und verliert 0:5 in Ruhmannsfelden
"Um fünf Tore zu hoch"

Lokales
Vilseck
13.10.2014
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Vom Ergebnis her ist es klar, wer die dominante Mannschaft war und es klingt völlig absurd, wenn man dann von einer Begegnung spricht, in der beide Mannschaften gleichwertig waren. Den Unterschied machen die Tore aus, doch wie diese zustande kamen, daran war auch der 23. Mann auf dem Spielfeld stark beteiligt. SpVgg-Trainer Rudi Damberger brachte die Auseinandersetzung nach dem Spiel auf den Punkt: "Das Ergebnis ist um fünf Tore zu hoch", womit er ausdrückte, dass Vilseck einen Punkt verdient hätte.

Planmäßig ging der neue Tabellenführer in der 9. Minute mit 1:0 in Führung, als die Vilsecker Innenverteidigung einen Flankenball von rechts unterschätzte, den sich Johannes Wittenzellner an der Grundlinie erlief, in den Rückraum passte und der in den Strafraum preschende Weidlich vollstreckte. Dies schockte allerdings den Tabellenletzten nicht, sondern der ergriff nun die Initiative. Thorsten Troche prüfte den Torsteher der Heimmannschaft mit einem gewaltigen Freistoß, der erhebliche Mühe hatte, den Ball um den Pfosten zu drehen (12.).

Die Gäste waren forthin tonangebend, doch in der 29. Minute die erste Fehlentscheidung des schwachen Schiedsrichters. Georg Pröls hatte seinen Gegenspieler Johannes Wittenzellner den Ball abgelaufen, der dann dem Vilsecker einen Stoß von hinten mitgab, so dass dieser ins Straucheln geriet und gegen seiner Mitspieler Marco Scholz prallte. Mit Verdacht auf Kreuzbandriss musste er das Feld verlassen.

Nach der Pause schnürten die Vilsecker die Hausherren in ihrer eigenen Hälfte ein. Sebastian Weih hatte die Möglichkeit auszugleichen, doch SpVgg-Keeper Gierl wehrte blitzschnell ab. Den darauffolgenden Nachschuss von Christoph Dietrich wehrte ein Ruhmannsfeldener auf der Linie zur Ecke ab (52.). Einen Freistoß von Alexander Greger nahm Johannes Mayerhofer direkt und wieder stand ein Spieler der Hausherren auf der Torlinie, der den Schuss abblockte (58.).

Dann die 65. Minute: Bei einem Laufduell zwischen Johannes Mayerhofer und Stefan Früchtl drückten beide Schulter gegen Schulter. Nach Überschreiten der Strafraumgrenze ließ sich der Ruhmannsfeldener fallen, und der Unparteiische zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt, der Gefoulte verwandelte sicher. Dieses Tor war wie eine Art Befreiung für die Hausherren, dennoch ließen die Gäste nicht locker. Die Bayerwald-Elf verlagerte ihr Spiel aufs Kontern. Einer davon führte in der 83. Minute durch Stefan Früchtl zum 3:0. Dann Pech für Vilseck: Wolfgang Weidlich jagte (87.) einen Freistoß in der Vilsecker Mauer, der unglücklich vom Rücken eines Vilsecker Spielers abgefälscht wurde und unerreichbar für FV-Schlussmann Pröls im Tor landete. Die Krönung war das 5:0: Weidlich passte vom Sechzehner in den Rückraum und Bielmeier schoss den Ball am Vilsecker Tor vorbei. Die Aktion war vorbei, als der Pfiff des Schiedsrichters ertönte: Elfmeter. Angeblich hatte Thorsten Troche Weidlich gefoult. Früchtl vollstreckte und sofort pfiff der Schiedsrichter ab.
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