Mit gebürtigem Vilsecker Norbert Nagel gibt namhafter Musiker Konzert im Burghof
Klarinette g'scheites Instrument

Norbert Nagel (vorn) & Friends gaben ein umjubeltes Konzert im Hof der Burg Dagestein. Bild: zip
Lokales
Vilseck
17.07.2015
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"Back to the roots", so könnte man den Auftritt von Norbert Nagel im Hof der Burg Dagestein überschreiben. Der gebürtige Vilsecker präsentierte sich nicht nur als exzellenter Musiker, sondern auch als amüsanter Plauderer.

Zwischen den Stücken erzählte er Anekdoten aus seiner Kinder- und Jugendzeit in der Stadt. So erinnerte er daran, dass er das Musizieren bei der Knabenkapelle Vilseck erlernt hat. Zu Beginn spielte er Schlagzeug, bis sein Vater verlangte, dass er ein "g'scheites" Instrument lernt. Die Wahl fiel auf die Klarinette, Helmut Wolf war sein erster Lehrer.

Auf dem Konservatorium in Nürnberg legte er den Grundstein für seine Karriere. An der Münchner Musikhochschule und im Jazz-Bereich an der Musikhochschule in Köln bildete er sich weiter. Heute spielt er die unterschiedlichsten Instrumente, neben Klarinette auch Saxofon, Querflöte, Piano und viele mehr.

Nagel war in seiner Laufbahn mit vielen namhaften Künstlern unterwegs, zum Beispiel mit Konstantin Wecker, Ricky Lawson, Udo Jürgens, Dominic Miller, Al Martino oder der Thilo-Wolf-Big-Band. Er spielte in der Rias-Berlin-Big-Band und war Solist an der Bayerischen Staatsoper. Regelmäßig trat er mit den Münchner oder Berliner Philharmonikern als Solist bei internationalen Gastspielen auf. Mittlerweile arbeitet Norbert Nagel überwiegend als Studiomusiker und ist auf über 100 Tonträgern zu hören.

Bei seinem Gastspiel in Vilseck trat er mit seinen Freunden Andreas Blüml (Gitarre), Werner Treiber (Schlagzeug), Marko Kühnl (Kontrabass) und Sohn Frieder Nagel (Synthesizer und Electronica) in der Burg Dagestein auf. Das Konzert war eingebunden in die Veranstaltungen zu "Pilsen Kulturhauptstadt 2015". Die Musiker interpretierten unterschiedliche Richtungen, so den Mambo No. 5 von Lou Bega, "Das Geisterhaus" von Hans Zimmer oder eine Bach-Sonate.

Das Publikum war begeistert von der Virtuosität der Akteure und verlangte natürlich Zugaben. Norbert Nagel erfüllte den Wunsch gern und ließ den Abend mit dem Bolero von Maurice Ravel und der Moonlight Serenade von Glenn Miller ausklingen.
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