"Mit Ihnen hat Kirche Zukunft", zeigte sich Pfarrer Dietmar Schindler bei seiner Gratulation zum 60-jährigen Bestehen des Frauenbunds überzeugt. Er gratulierte dem Zweigverein Vilseck und seinen derzeit 253 Mitgliedern zum Jubiläum.
Glaube hält alles zusammen

Bei der 60-Jahr-Feier des Frauenbunds wurden Gründungsmitglieder geehrt (vorn, von links): Bezirksleiterin Margret Hirsch, Maria Trummer, Barbara Braun, Theresia Ernst, Margareta Gradl, Katharina Neiswirth und Vorstandssprecherin Monika Mrosek; hinten (von links): Pfarrer Dietmar Schindler, Bürgermeister Hans-Martin Schertl, Vize-Diözesanvorsitzende Luise Fischer, Pfarrer Hermann Kellner und Bannerträgerin Anneliese Kreuzer. Bild: rha
Lokales
Vilseck
28.07.2015
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(rha) Zusammen mit Abordnungen aus Schlicht, Hahnbach, Hirschau, Schnaittenbach und Sulzbach St. Marien feierte man im Pfarrsaal sechs Jahrzehnte gemeinsamen Wirkens für Kirche, Familie und Gesellschaft. Die Schlichter Stubenmusik umrahmte den Nachmittag aufs Beste. Beim Abendgottesdienst, vom Kirchenchor Vilseck mitgestaltet, wurde besonders der verstorbenen Mitglieder gedacht.

Leistungen gewürdigt

Die Leiterin des Bezirks Sulzbach-Rosenberg, Margret Hirsch aus Hahnbach, würdigte die Leistungen der Frauen und besonders des Vorstandsteams. "Ohne die Zusammenarbeit aller wäre über die vielen Jahre kein Vereinsleben möglich gewesen", betonte sie.

Stellvertretende Diözesanvorsitzende Luise Fischer aus Regensburg ermunterte die Frauen, weiterhin in Treue und Solidarität zu einer starken Gemeinschaft beizutragen. Von den bundesweit 200 000 Mitgliedern kämen allein 190 000 aus Bayern, wusste sie zu berichten. "Die vier Säulen, auf denen der Frauenbund ruht, sind soziales Engagement, Gemeinschaft, Spiritualität und Bildung", erklärte sie. Dabei sei der Glaube besonders wichtig: "Er ist das Band, das alles zusammenhält."

Bürgermeister Hans-Martin Schertl lobte das karitative und soziale Wirken in der Großgemeinde und darüber hinaus. Der Frauenbund habe nie große Schlagzeilen gemacht, sondern sich auf seine kirchlichen Aufgaben konzentriert. "Wichtig ist aber auch die Geselligkeit, die im Vilsecker Frauenbund nie zu kurz gekommen ist", merkte er an. Er denke nur an die alljährliche Teilnahme am Faschingszug und könne sich sogar noch an ein eigenes Bockbierfest erinnern, das die Frauen vor mehreren Jahren veranstaltet hätten.

Zahlreiche Spenden

Vorstandssprecherin Monika Mrosek erinnerte im Rückblick an die Gründung im Jahre 1955 und an den ersten Vorstand mit Maria Eschenwecker, Anna Kohl, Margareta Lingl und Margareta Zielbauer. "Die Frauen waren in der Pfarrei sehr engagiert. Man denke nur an das Schmücken des Gotteshauses, an das Gestalten von Fronleichnamsteppichen und an die Organisation großer Feste."

So wirkte man an der Ausrichtung von fünf Primizfeiern mit. Allein bei der Primiz von Franz Meiler im Jahre 1976 mussten 280 Gäste bewirtet werden, was die Frauen bravourös meisterten. Die Einnahmen aus zahlreichen Aktionen wurden ausnahmslos weitergegeben. Verteilt wurden Spenden für Kindergarten- und Kirchenrenovierung, für das Altenheim, die Helfer vor Ort, die Kinderkrebshilfe und vieles andere mehr.
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