Nackenschlag in Nachspielzeit

Das war in der 34. Minute der 1:1-Ausgleich für den ASV Burglengenfeld durch Stürmer Benjamin Epifani (links), der dem Vilsecker Torhüter Stephan Pröls mit seinem Flachschuss keine Abwehrchance ließ. Bild: Ziegler
Lokales
Vilseck
20.10.2014
0
0

Der FV Vilseck versteht die (Fußball-)Welt nicht mehr. Woche für Woche bekommt der Landesliga-Aufsteiger die volle Breitseite an Negativerlebnissen ab. Auch im Heimspiel gegen den ASV Burglengenfeld, obwohl es bis zur 92. Minute noch nach einem Punktgewinn aussieht.

In einem Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften musste der Tabellenletzte in der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer der Burglengenfelder hinnehmen, die sich natürlich hämisch freuten über ihren nicht für möglich gehaltenen "Dusel".

Dabei begann die Begegnung in der Fußball-Landesliga Mitte optimal für den Heimmannschaft. Einen Zuckerpass von Florian Weiß genau in den Lauf von Michael Siegert jagte dieser zum 1:0 in die Maschen. Der FV dominierte danach die Begegnung, setzte die Gästeabwehr ständig unter Druck, kam aber in dieser Phase zu keinen zwingenden Tormöglichkeiten.

Den ersten gut angelegten Angriff der Gäste schloss Benjamin Epifani mit dem Ausgleich ab (34.). Er erlief sich einen Steilpass von Graf und schob den Ball am herausstürzenden Vilsecker Schlussmann Stephan Pröls vorbei ins Tor. Es war die Initialzündung für den ASV, denn von nun an kamen die Burglengenfelder besser ins Spiel.

Bis zur Pause stellten sie die Vilsecker Defensive vor einige knifflige Aufgaben, die die Vilsecker Abwehrrecken phasenweise souverän lösten. In Hälfte zwei nahmen aber die Gastgeber wieder das Heft in die Hand.

Marco Jank hatte eine gute Möglichkeit, die Führung für sein Team zu erzielen, scheiterte aber an ASV-Schlussmann Schneider (69.). Ebenso hätte Benjamin Epifani seine Mannschaft nach vorne schießen können, doch alleine vor Torwart Pröls zielte er neben das Gehäuse. Eine Schlüsselszene dann in der 86. Minute: Tobias Stubenvoll wurde gefoult, doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen, so dass Daniel Dietrich in die Bresche springen musste und den ballführenden Spieler foulte. Dafür erhielt er die Gelb-Rote Karte. Nun warfen die Burglengenfelder alles nach vorne und hatten dann in der Nachspielzeit auch das entsprechende Glück, als sich Epifani auf der rechten Seite durchsetzte, nach hinten passte und der gutpostierte Rösch den Ball mit einer Direktabnahme im Vilsecker Kasten versenkte.

Unmittelbar danach der Schlusspfiff und während sich die Gäste tierisch freuten, stand die Heimmannschaft fassungslos auf dem Rasen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.